Nahtod

Shownotes

Darum geht es in dieser Folge

  • Der Fall, der einen Kardiologen zum Forscher gemacht hat
  • Vicki Umipeg: blind von Geburt an — und sie beschreibt ihren Ehering
  • Pam Reynolds: gemessene Nulllinie im OP, und trotzdem weiß sie, was passiert ist
  • „Peak in Darien": Menschen treffen Verstorbene, von deren Tod sie nichts wissen konnten
  • Der rote MGB — der Fall, bei dem ich ausgestiegen bin
  • Was Menschen berichten: Tunnel, Licht, Lebensrückblick, die Grenze
  • Warum kaum jemand darüber spricht — und was das kostet
  • Wie sich Menschen danach verändern, oft für den Rest ihres Lebens
  • Die medizinischen Erklärungen: Sauerstoffmangel, CO2, Ketamin, das letzte Feuerwerk
  • Meine Frage: Fehlfunktion — oder Tor?

Forschung, über die ich spreche

Dr. Pim van Lommel — Kardiologe, Rijnstate-Krankenhaus Arnheim. Führte von 1988 bis 1992 eine prospektive Studie an zehn niederländischen Krankenhäusern mit 344 reanimierten Patienten durch. Veröffentlicht im Lancet (2001). Buch: Endloses Bewusstsein — Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung (Original: „Eindeloos bewustzijn")

Dr. Bruce Greyson — Psychiater, University of Virginia, Division of Perceptual Studies. Entwickelte die Greyson-Skala, mit der Nahtoderfahrungen erstmals vergleichbar gemacht wurden. Forscht seit Jahrzehnten zu „Peak in Darien"-Fällen. Buch: Nach dem Tod — Ein Arzt erforscht die Nahtoderfahrung (Original: „After") Fachaufsatz: „Seeing Dead People Not Known to Have Died: Peak in Darien Experiences"

Dr. Raymond Moody — prägte 1975 den Begriff „Near-Death Experience" und legte mit seiner Sammlung von Fallberichten den Grundstein für das ganze Forschungsfeld. Buch: Leben nach dem Tod (Original: „Life After Life")

Prof. Kenneth Ring & Sharon Cooper — untersuchten gezielt Nahtoderfahrungen bei blinden Menschen. 31 Fälle, davon 14 von Geburt an blind. Aus dieser Arbeit stammt der Fall Vicki Umipeg. Buch: Mindsight — Near-Death and Out-of-Body Experiences in the Blind (1999)

Dr. Michael Sabom — Kardiologe, begann seine Arbeit als ausgesprochener Skeptiker. Dokumentierte den Fall Pam Reynolds. Buch: Light and Death (1998)

Frances Power Cobbe — irische Schriftstellerin, prägte im

  1. Jahrhundert den Begriff „Peak in Darien". Der Name geht auf ein Gedicht von John Keats aus dem Jahr 1816 zurück.

Weiterlesen

Vicki Umipegs Erlebnisbericht in ihren eigenen Worten und viele weitere Erfahrungsberichte findet ihr bei Swiss IANDS, der Schweizerischen Vereinigung für Nahtoderfahrungen: 👉 swiss-iands.ch

IANDS ist die internationale Vereinigung für Nahtodstudien — dort sind auch die Forscher organisiert, über die ich in dieser Folge spreche.


Kommt noch

Zu zwei Themen aus dieser Folge mache ich eigene Episoden: geteilte Todeserfahrungen (Shared Death Experience) und terminale Luzidität — die plötzliche Klarheit kurz vor dem Tod. Und vermutlich noch eine dritte zu den Nahtoderfahrungen, die nicht schön waren.


Ihr findet mich hier

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Ich habe nicht alle Antworten, aber ich stelle die richtigen Fragen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei unter der Oberfläche.

00:00:04: Es ist Sonntag und das ist mein Lieblingstag für Podi Aufnahmen, deshalb sitze ich heute hier und habe mich wieder in ein neues Thema eingegraben für euch – auch für mich selbst weil ich liebe es mit solchen Themen in wirklich tiefe Rabbit-Holes einzutauchen!

00:00:22: Heute geht's um ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden.

00:00:29: Nahtot.

00:00:30: Und das ist auch kein Zufall, dass wir da heute landen, denn ich habe euch nämlich auf Insta selbst gefragt welches Thema ihr gerne als nächstes hören möchtet und der Großteil von euch hat auf Nahtod geklickt!

00:00:43: Das war ein ganz deutliches Ergebnis und es freut mich ehrlich gesagt total weil ich dieses Thema selbst so unfassbar spannend finde.

00:00:59: Eigentlich kann man ja darüber wirklich stundenlang sprechen, tagelang.

00:01:04: Aber ich habe versucht das Wichtigste so zusammenzufassen dass man einen Einblick auf dieses riesengroße Forscherfeld bekommt und ich sage euch dann auch immer wieder mal was ich persönlich darüber denke.

00:01:18: Und vielleicht gibt es jetzt manche von euch die sich fragen warum macht sie als Hypno-Coach und als psychologische Beraterin eigentlich solche Themen?

00:01:29: Und die Frage, die ist berechtigt.

00:01:30: Die verstehe ich auch total gut und meine Antwort ist eigentlich total einfach!

00:01:35: Ich glaube nämlich es ist für unser Leben wichtig sich darüber im Klaren zu sein dass wir mehr sind als ein Zellhaufen oder purer Zufall.

00:01:47: davon bin ich nämlich ganz fest überzeugt.

00:01:50: und wenn du wichtige Entscheidungen treffen möchtest... ...ich mein die großen Entscheidungen die an denen dein Leben wirklich abhängt wo dein Leben wirklich abbiegt, dann macht es schon einen Unterschied ob du das im Hinterkopf hast oder nicht.

00:02:06: Manche Entscheidungen die fallen dann vielleicht nämlich anders aus, im Idealfall vielleicht sogar gesünder für dich.

00:02:12: aber bevor wir starten gibt's noch eine Sache und zwar eine Triggerwarnung denn wir reden heute über den Tod und ich werde Fälle nach erzählen Und zwar echte Fälle und manche Darstellungen davon, die können vielleicht ein bisschen viel sein.

00:02:28: Und wenn das Thema für dich jetzt gerade schwierig ist... Wenn du aktuell einen Menschen verloren hast oder wenn du einfach spürst es brodelt noch in dir,... ...wenn du auch selbst irgendwas hinter dir hast.

00:02:41: Wenn das einfach grade nicht der richtige Moment für dich ist dann schalt bitte hier ab!

00:02:46: Sei ehrlich mit dir!

00:02:48: Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben!

00:02:51: Sei einfach beim nächsten Mal wieder dabei oder hör diese Folge, ja wenn du stabiler in der Hinsicht bist.

00:02:59: Und für alle anderen lässt uns abtauchen und zwar mit einer Geschichte die wirklich genau so passiert ist.

00:03:10: Wir sind in den Niederlanden In einem Krankenhaus mitten in der Nacht.

00:03:18: Es wird ein Mann reingebracht Er isst vierundvierzig Jahre alt Und man hat ihn auf einer Wiese gefunden.

00:03:26: Einfach so lag er da und der war schon bewusstlos, er war blau angelaufen.

00:03:34: Da war kein Puls mehr zu tasten, Herzstill stand.

00:03:40: und dann läuft das an was in so einem Moment eben anläuft.

00:03:46: Man versucht nämlich diesen Mann wieder ins Leben zurückzubringen.

00:03:51: Man startet die Reanimation Und eine Krankenschwester, die macht das was sie gelernt hat.

00:03:59: Sie will diesen Mann beatmen und dazu muss sie in seinen Mund greifen und stellt dabei fest dass da ein Gebiss im Weg ist.

00:04:08: also nimmt sich dieses Gebiss schnell raus und weil sie natürlich beide Hände braucht und das alles schnell gehen muss schiebt es einfach schnell in die Schublade von dem nächsten Rollwagen der daneben ihr steht Zack, aus dem Weg mit dem Ding weiter.

00:04:30: Das war ihr in diesem Moment auch gar nicht so bewusst weil ihr könnt euch vielleicht vorstellen dass man in so einem Moment einfach so viele wichtige andere Dinge im Kopf hat.

00:04:43: und dann dauert es eineinhalb Stunden und sie kriegen diesen Mann zurück ins Leben aber leider wacht er nicht auf.

00:04:54: Er war zu lange bewusstlos.

00:04:57: Er bleibt also im Koma und wird auf Station verlegt, wo er erst mal künstlich beatmet werden muss.

00:05:08: Über eine Woche vergeht und es kommt dieselbe Krankenschwester auf diese Station zu dem Mann – und der ist inzwischen wach!

00:05:20: Sie freut sich, sie geht zu seinem Zimmer und er sie ansieht, sagt er zu ihr.

00:05:29: Da sind Sie ja!

00:05:30: Sie wissen wo mein Gebiss

00:05:32: ist.".

00:05:33: Und als erstes da versteht sie überhaupt nicht was er damit gerade meint.

00:05:40: Und er redet weiter.

00:05:42: doch doch sie waren das.

00:05:44: Sie haben mir das Gebis rausgenommen und haben es in diese Schublade von so einem Wagen gelegt.

00:05:50: Das war der mit den ganzen Flaschen drauf Und plötzlich begreift die Schwester, was er meint und sie steht da wie vom Blitz getroffen.

00:06:01: Denn dieser Mann – der war bei ihrer allerersten Begegnung klinisch tot!

00:06:09: Es gab keinen Herzschlag, keine Reaktion.

00:06:12: Da war kein Bewusstsein.

00:06:14: Und danach lag er sogar noch eine Woche im Koma.

00:06:20: Er hatte sie eigentlich noch nie gesehen….

00:06:25: Noch konnte er irgendwie wissen, was da um ihn herum passiert ist.

00:06:31: Und trotzdem beschreibt er ihr den Raum, die Leute, die da standen und sogar diese eine

00:06:40: Schublade.".

00:06:46: Der Arzt der diesen Fall später aufgeschrieben hat, ist Dr.

00:06:50: Pimp van Lommel ein niederländischer Kardiologe – über diesem Mann muss ich euch jetzt kurz etwas erzählen!

00:06:58: weil er nämlich genau das Gegenteil von dem ist, was du wahrscheinlich erwartest wenn jemand über Nahtoderfahrungen forscht.

00:07:07: Van Lommel ist Kardiologe.

00:07:10: Studiert hat er in Utrecht und ab Ende der Siebziger da war er Kardiolauge am Rienstaate Krankenhaus in Arnhemm – ich hoffe, ich habe es jetzt richtig ausgesprochen – bis er über die Rente gingen.

00:07:26: Das ist kein Wanderprediger, das ist ein Mann der einen Berufsleben lang Herzen behandelt hat.

00:07:33: Und er hat wie er selbst sagt jahrelang nicht das Geringste mit diesem Thema anfangen können.

00:07:40: Das erste Mal ist er als junger Arzt damit in Berührung gekommen als ein Patient erfolgreich reanimiert wurde und der Mann da war hinterher nicht dankbar sondern er war enttäuscht weil man ihn zurückgeholt hatte.

00:07:53: Und weißt du was Lommel damit gemacht hat?

00:07:56: Nichts.

00:07:58: Er hat es beiseite geschoben, das passte einfach nicht in sein Weltbild.

00:08:02: also weg damit und ich finde das nicht mal schlimm.

00:08:05: Das ist ja genau das was wir alle machen wenn uns etwas gerade nicht in den Kram passt.

00:08:10: Es hat dann über fünfzehn Jahre gedauert bis er das Thema überhaupt wieder angefasst hat.

00:08:17: Irgendwann fällt ihm ein Buch in die Hände mit einem Bericht über eine Nahtoderfahrung Und da denkt er zum ersten Mal Moment, so was habe ich doch schon mal gehört.

00:08:30: Und ich persönlich glaube nicht an Zufälle?

00:08:33: Aber er macht dann das, was ein Wissenschaftler eben macht!

00:08:36: Er fängt an zu fragen.

00:08:38: Er fragt erstmal systematisch seine eigenen Patienten und zwar alle die er jemals reanimiert hat.

00:08:46: Nicht in der Erwartung irgendwas bestimmtes zu finden sondern weil er eigentlich wissen will wie viel überhaupt mal etwas in dieser Richtung erlebt haben.

00:08:55: Aber daraus wird eine Studie, die über mehrere Jahre geht und zwar an zehn verschiedenen niederländischen Krankenhäusern mit dreihundertvierundvierzig Patienten.

00:09:07: Und die landet zweitausendeins sogar im Lancet!

00:09:10: Das ist einer der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften überhaupt.

00:09:15: Und das ist der Punkt an dieser Sache, den ich so bemerkenswert finde, weil der Mann, der ist da nicht reingegangen, weil er direkt dran geglaubt hat sondern er ist da mit einem Forscher dran gegangen.

00:09:28: Er hat da was gefunden, mit dem hatte man sich noch nicht so wirklich beschäftigt.

00:09:32: aber ganz eindeutig gab es ja viele solcher Fälle und wenn man ein bisschen Forschergeist hat und die richtigen Fragen stellt dann kommt man manchmal an ganz außergewöhnliche Orte.

00:09:44: ich verlinke euch diesen Herrn in den Show Notes denn da gibt's einige spannende Nahtoderlebnisse zu finden.

00:09:52: fangen wir heute jetzt an, bei den besonderen Fällen von Nahtoderlebnissen.

00:10:00: Also Luft holen!

00:10:01: Wir tauchen ab und wir wollen ja nicht ganz unkritisch an die Sache dran gehen unterstellt sich natürlich die Frage was soll dieser Fall uns jetzt beweisen?

00:10:14: Und die Frage ist ja auch berechtigt.

00:10:16: wenn man das jetzt mal aus der Skeptiker Ebene betrachtet dann würde das so aussehen also der Mann mit dem Gebiss.

00:10:24: Man könnte sagen, naja wir wissen ja nicht so ganz genau wann sein Bewusstsein jetzt wirklich weg war!

00:10:31: Man hat ihn ja da nur auf der Wiese gefunden, er war allein.

00:10:34: Wir wissen letztendlich gar nichts!

00:10:36: Wir messen im Reanimationsraum kein EEG und vielleicht hatte er in den ersten Sekunden tatsächlich noch was mitbekommen?

00:10:45: Vielleicht hat er die Stimme der Schwester gehört, vielleicht hat er gespürt wie ihm etwas aus dem Mund genommen wird und sein Gehirn das hat sich den Rest dann einfach irgendwie selbst zusammengebaut.

00:10:55: Das ist nicht Albern sondern es ist schon eine faire Erklärung.

00:11:00: Okay, den nehmen wir auch erstmal so an.

00:11:02: Auch wenn sich dann für mich wiederum die Frage stellt ja man hat ihn ja bewusstlos gefunden.

00:11:07: Man prüft das Bewusstsein auf eine gewisse Weise.

00:11:10: Das kenne ich aus der Notfallmedizin.

00:11:14: aber hundertprozentig sagen ohne ein Messgerät kann man das nicht!

00:11:20: Aber was machen wir denn mit dem Fall Vicky?

00:11:32: Sie kriegt zu viel Sauerstoff im Bootkasten.

00:11:37: Das war damals ein bekanntes Problem und ihre Sehnerven, die werden dadurch zerstört.

00:11:46: Vicky ist von Geburt an also blind – und zwar vollständig!

00:11:53: Nicht sie sieht schämen und nicht da es hell und dunkel sondern da gar nichts.

00:12:00: Und den Fall, den kennen wir nicht aus zweiter Hand.

00:12:04: Dokumentiert haben ihn Kenneth Ring und Sharon Cooper.

00:12:09: Ring ist Psychologieprofessor an der Universität auf Connecticut und einer der Mitbegründer der Nahtotforschung überhaupt!

00:12:20: Die beiden haben Anfang der Neunziger etwas gemacht was vorher keiner gemacht hat.

00:12:27: Sie haben gezielt blinde Menschen gesucht die eine Nahtoderfahrung hatten.

00:12:34: Einunddreißig haben sie da gefunden und vierzehn davon blind von Geburt an!

00:12:41: Und das Ergebnis, das haben Sie in einem Buch veröffentlicht.

00:12:47: Das Buch heißt Mein Zeit.

00:12:51: Wickey ist einer ihrer bekanntesten Fälle – und hier wird es jetzt wichtig und deshalb sage ich das aus meiner medizinischen Ecke ganz deutlich Ein Mensch, der von Geburt an blind ist.

00:13:05: Der sieht auch nicht im Traum!

00:13:07: Das Gehirn das hat nie gelernt Bilder zu verarbeiten – es gibt keine Bilder.

00:13:13: Wikis Träume waren Klang, Berührung und Gedanken.

00:13:17: Sie hat später gesagt sie könnte sich unter Sehen nicht mal irgendwas vorstellen weil ihr komplett die Referenz dazu fehlt.

00:13:26: Logisch oder?

00:13:29: Da hat sie einen schweren Autounfall.

00:13:32: Mit Schädelbruch, Genickbruch wirklich schwerste Verletzungen.

00:13:36: und damit ihr euch jetzt wirklich selbst ein Bild machen könnt von diesem Fall möchte ich euch mal was vorlesen und zwar das was Vicky selbst gesagt hat.

00:13:45: man findet solche Berichte unter anderem auf der SwissIA NDS Das ist die Schweizerische Plattform für Nahtoderfahrungen und da gibt es direkte übersetzte Berichte von diesen Menschen.

00:13:59: Und da ist eben auch Wikis Bericht dabei!

00:14:01: Ich lese ihn jetzt mal hier vor, ihr dürft euch dann selbst eine Meinung bilden dazu.

00:14:22: Auch schwarz sehe ich nicht.

00:14:24: Ich seh überhaupt nichts.

00:14:26: und in meinen Träumen da habe ich keine visuellen Eindrücke, dort gibt es nur Geschmack, Gefühl, Geräusch und Geruch.

00:14:34: Zunächst kann ich mich daran erinnern dass sich im Harbor View Medical Center war und auf alles hin abschaute.

00:14:43: Es war beängstigend denn ich weiß gar nicht gewohnt etwas visuell wahrzunehmen.

00:14:49: Das war mir vorher noch nie passiert Am Anfang, da war es ziemlich unheimlich.

00:14:55: Aber dann erkannte ich meinen Ehring und mein Haar.

00:14:59: Und ich dachte ist das mein Körper da unten?

00:15:03: Bin ich etwa tot?

00:15:05: Sie schrien immer wieder!

00:15:07: Wir können sie nicht zurückholen, wir können sie sich nicht zurück holen.

00:15:11: Und...sie arbeiteten wie besessen an diesem Ding von dem ich jetzt wusste dass es mein Körper war obwohl er mir eigentlich nichts bedeutete.

00:15:22: Ich hatte so ein Gefühl von… na und?

00:15:25: Und dachte nur, warum regen die sich denn eigentlich alle so auf.

00:15:31: So waren meine Empfindungen!

00:15:33: Ich beschloss fortzugehen, denn ich konnte diese Leute einfach nicht dazu bringen mir zuzuhören.

00:15:41: Allein schon bei dem Gedanken bewegte ich mich nach oben quer durch die Decke –so als ob sie gar nicht da wäre–.

00:15:51: es war fantastisch draußen zu sein, mich frei zu fühlen und mir keine Sorgen darum machen zu müssen wogegen ich dieses mal wieder stoßen würde.

00:16:01: Ich wusste auch wohin ich unterwegs war!

00:16:04: Ich hörte einen Rauschen den Klang wie von einem Windgong.

00:16:11: Es war der unglaublichste Klang dem man sich vorstellen kann.

00:16:16: er war vom tiefsten bis zum höchsten Ton zu hören.

00:16:20: Als ich mich diesen Gebiet näherte, waren Bäume, Vögel und viele Menschen dort.

00:16:28: Aber sie wirkten wie Lichtgebilde – und ich konnte sehen?

00:16:33: Ich konnte wirklich sehen!

00:16:35: Es war unglaublich, wirklich fantastisch.

00:16:38: Ich war überwältigt von dieser Erfahrung, denn schließlich hatte ich nie eine Vorstellung davon gehabt was Licht eigentlich ist.

00:16:48: noch immer sehr, wenn ich darüber rede.

00:16:55: Denn es gab einen Moment in dem mich fühlte das mir – wenn ich nur wollte!

00:17:02: Alles Wissen offen stand und in dieser anderen Welt sah ich einige Bekannte die mich willkommen hießen.

00:17:12: Insgesamt waren es

00:17:13: fünf.".

00:17:14: Debbie und Diane waren früher meine Schulfrendfreundinnen, aber sie waren schon vor langer Zeit gestorben in einem Alter von elf und sechs Jahren.

00:17:24: Als sie noch lebten, waren sie beide minder begabt und blind – hier aber sahen sich strahlend schön gesund und vital aus!

00:17:34: Sie waren offenbar keine Kinder mehr sondern standen in der Blüte ihres Lebens.

00:17:40: Außerdem sah ich zwei der Betreuer aus meiner Kindheit wieder.

00:17:45: Ein Ehepaar, Herr und Frau Zilk hießen sie – auch Sie waren beide schon verstorben!

00:17:52: Schließlich war da noch meine Oma bei der ich eigentlich aufgewachsen war.

00:17:57: Sie war zwei Jahre vor diesem Unfall von uns gegangen.

00:18:00: Meine Oma, die ein wenig abseits stand, streckte die Arme nach mir aus um mich zu

00:18:07: umarmen.".

00:18:09: Und dann wurde ich zurückgeschickt und kehrte zurück in meinen Körper.

00:18:14: Der Schmerz war unerträglich brutal!

00:18:18: Ich kann mich erinnern, dass ich mich fürchterlich krank

00:18:21: fühlte.".

00:18:23: Ja das ist was Vicky höchstpersönlich dazu gesagt hat – und was sagt jetzt der Skeptiker?

00:18:30: Der Skeptiker sagt, sie hat das aus Beschreibungen.

00:18:33: Menschen haben ihr eben ihr Leben lang Dinge beschrieben.

00:18:36: Sie kennen Formen durchs Tasten schon und daraus hat Ihr Gehirn dann im Extremzustand diese Bilder zusammengesetzt.

00:18:45: Und da muss ich jetzt mal dazu los werden.

00:18:48: Diese Erklärung die ist mir zu billig.

00:18:52: Wie krass detailliert müssten denn Beschreibungen gewesen sein damit Vicky diese Dinge in ihrem Kopf sehen kann?

00:18:59: Aber der noch viel wichtigere Punkt, der kommt ja erst noch und den kenne ich aus meiner Arbeit.

00:19:06: Weil ich den ganzen Tag mit Menschen rede und ich merke wie unterschiedliche Worte auch bei Menschen ankommen – Ich kann Wikia alles erklären!

00:19:15: Ich kann eine Stunde lang beschreiben, wie ein Sonnenuntergang aussieht aber was bei ihr ankommt das ist niemals das was ich meine, was ich gesehen habe weil ihr die Bibliothek dazu in ihrem Gehirn einfach fehlt.

00:19:29: Wenn ich dir sage rot, dann greift dein Gehirn in der Regel ja in ein Regal.

00:19:36: Und da liegen tausend Bilder von roten Dingen – Tomaten, Blut, vielleicht ein Kleid oder einen Sonnenuntergang oder das Rücklicht vor dir im Regen….

00:19:45: Da gibt es viel Material!

00:19:47: Du musst da gar nichts leisten dafür, dass ist einfach da und die Bibliothek ist da und dein Geirn greift einfach nur darauf zu auf was schon da ist.

00:19:55: Aber Wikis Regal ist ja leer Das ist nicht unaufgeräumt, sondern das ist komplett leer.

00:20:00: Da hat nie ein einziges Bild drin gelegen und aus einem leeren Regal da kannst du nichts rausholen auch nicht im Sterben, auch nicht unter Sauerstoffmangel.

00:20:11: Das heißt wenn Vicky jetzt sagt sie hat einen Ring gesehen dann muss diese Information von irgendwo her gekommen sein Von außen.

00:20:23: Nicht aus ihrem Kopf, weil in ihrem Kopf da war nichts, aus dem man das hätte zusammenbauen können.

00:20:30: Aber ich habe noch ein Beispiel und zwar jemanden bei dem gemessen wurde.

00:20:41: Pam Reynolds ist fünfunddreißig Jahre alt Musikerin und lebt im Atlanta.

00:20:48: Sie hat seit einer Weile Schwindel Sprachprobleme Und es wird immer schlimmer.

00:20:54: Irgendwann macht man ein Bild von ihrem Kopf und man findet einen Aneurysma.

00:21:01: Ein Aneurisma, das ist eine Aussackung an einer Arterie wie eine dünne Blase in einem Fahrradschlauch wenn der Fahrratschlauk die Arteria ist und da so ne Aussackungen und sie sehr sehr dünn und wenn durch dieses Aneurismal eben auch Blut fließt kann man sich vorstellen dass baut Druck auf und es ist gefährlich, denn das könnte platzen.

00:21:26: Ich hoffe ich habe das jetzt gut erklärt!

00:21:29: Und dieses Aneurysmer, dass sitzt tief unten bei ihr am Hirnstamm sehr tief an der Stelle wo alles sitzt was dich am Leben hält und man kommt da nicht dran und wenn das Ding platzt dann wäre sie sofort tot.

00:21:50: Man sagt ihr dass die Chancen wirklich schlecht stehen.

00:21:54: Und dann sagt man ihr, das es vielleicht einen Mann gibt, der es eventuell versuchen würde.

00:21:59: und dieser Mann, der heißt Robert Spetzler – Robert Spätzler auf Deutsch!

00:22:05: Aber da er Neurochirurg in Phoenix ist, würde ich sagen, er heißt Robert Spezler im Phoenix Arizona am Barrow Neurological Institute und macht eine Operation Ja, die damals fast niemand sonst macht.

00:22:24: Und diese Operation heißt Stand Still – Stillstand.

00:22:28: und was da gemacht wird das erkläre ich jetzt mal ganz langsam denn das müsst ihr verstehen, sonst kommt der Rest der Geschichte nicht so richtig an.

00:22:37: Der Körper, der wird komplett runtergekühlt auf etwa fünfzehn Grad und dann wird das Herz gestoppt Und dann kippen sie den OP-Tisch und lassen das Blut aus dem Kopf rauslaufen wie bei einem Waschbecken, bei dem man ja den Stöpsel zieht.

00:22:55: Warum macht man das so?

00:22:56: Weil das Aneurysmer ist nur weich genug – man kann sich vorstellen normal fließt da ja Blut durch und der Druck ist relativ hoch.

00:23:05: also es ist gefährdet zu platzen!

00:23:07: Wenn man dieses Blut aber jetzt entfernt, dann ist es nur wie ein leerer Luftballon, der daran hängt.

00:23:13: dann kann man das besser öffnen, ohne dass sie verblutet.

00:23:17: Man macht sie tot quasi um sie zu retten anders geht es nicht.

00:23:23: und in diesem Zustand da ist Pam Reynolds nach jeder Definition die die Medizin überhaupt hat Tod.

00:23:31: Es gibt kein Herzschlag Es gibt keinen Blut im Gehirn.

00:23:34: Das EEG ist eine flache Linie Es gibt null Hirnaktivität.

00:23:39: Ja sogar die Hirnstammreflexe sind komplett weg.

00:23:43: Das sind die tiefsten ursprünglichsten Reaktionen, die ein Mensch hat.

00:23:48: Sogar diese Reaktionen sind weg.

00:23:52: Normalerweise sind sie noch da wenn längst alles andere aus ist aber bei ihr in diesem Fall ist da gar nichts mehr.

00:23:59: und weil man genau das prüfen muss ob das auch wirklich der fall ist wird etwas gemacht dass sich beinahe ja wie ein experiment liest es werden die Augen zugeklebt Und dann werden kleine Lautsprecher in die Ohren gesteckt, ja fest eingesetzt und sie geben ständig Klicks ab.

00:24:19: Also wirklich laute Klicks ununterbrochen!

00:24:22: Und damit schaut man dann ob der Hirnstamm ja darauf reagiert auf diese Klicks.

00:24:26: das heißt... Diese Frau kann nichts sehen und Sie können nichts hören außer diesen Klicks wenn sie denn hören kann was er nicht kann weil es gibt ja keine Hirnen.

00:24:41: Ich hoffe ihr habt das verstanden.

00:24:44: Und Pam Reynolds, die erzählt aber hinterher was in diesem Raum passiert ist?

00:24:50: Sie sagt sie sei aus ihrem Kopf herausgekommen.

00:24:56: Sie habe an der Schulter des Chirurgen gestanden und von dort ja runter geschaut und sie beschreibt Dinge.

00:25:06: mit der sie ihren Schädel geöffnet haben und sie sagt, das Ding hat ausgesehen wie eine elektrische Zahnbürste.

00:25:13: Und daneben lag ein Kasten oder da stand ein Kast in dem verschiedene Aufsätze lagen Wie einen Steckschlüssel.

00:25:21: Satz.

00:25:22: so hat sie das beschrieben.

00:25:24: und Sie gibt einen Satz wieder Unten am Bein, wo sie den Zugang für die Herzlungenmaschine legen wollten.

00:25:31: Da hat eine Ärztin gesagt während der OP dass die Gefäße zu klein sind und diesen Satz hat sie wahrgenommen.

00:25:39: Der hat so stattgefunden.

00:25:41: Sie mussten tatsächlich auf die andere Seite wechseln weil die Gefässe zu klein waren.

00:25:49: Dokumentiert hat das der Kardiologe Michael Sabom in seinem Buch, Light and Death.

00:25:59: Und Sabom ist keiner, der da leicht gläubig rangeht.

00:26:04: Der Mann hat als überzeugter Skeptiker angefangen und er wollte ursprünglich beweisen dass an dem Thema gar nichts dran ist.

00:26:14: Auch hier gibt es natürlich Gegenwind und den kriegst du jetzt auch von mir.

00:26:17: Kritiker sagen nämlich, Der Satz über die Gefäße, das war alles vor dem eigentlichen Stenste.

00:26:26: Da war sie zwar tief in Narkose aber sie war halt nicht hier in Tod.

00:26:30: und es gibt sowas wie Anesthesivachheit.

00:26:32: man kriegt unter Narkoße manchmal mehr mit als man sollte Und das ist schon ernst zu nehmender Einwand.

00:26:39: den lass ich da auch so stehen.

00:26:41: Ich sag dir nur was mich daran stört Damit diese Erklärung funktioniert.

00:26:46: da muss ziemlich viel gleichzeitig klappen.

00:26:49: Diese Frau die müsste A durch zugeklebte Augen und durch laute, bauerhafte Klicks in beiden Ohren hindurch ein Gespräch mitbekommen haben.

00:26:59: Das unten an ihren Beinen stattgefunden hat.

00:27:03: Gut sagen wir mal das geht vielleicht irgendwie aber dann erklär mir doch mal die Säge weil selbst wenn du unter einer Kose was mitkriegst Du kriegst vielleicht Geräusche mit Aber du siehst ja nichts.

00:27:17: Deine Augen sind dann auch noch zugeklebt und aus einem Geräusch wird ja kein Bild.

00:27:22: Mein Mann zum Beispiel, der arbeitet viel am Haus und im Garten und er hat eine ganze Sammlung von Werkzeugen, von denen ich bei den meisten gar nicht mal weiß wie die überhaupt heißen.

00:27:32: Und jetzt stell dir mal vor...ne Moment wir stellen uns nichts vor!

00:27:37: Ich mach's mal anders.

00:27:38: Ich hab das nämlich wirklich mal durchgespielt in meinem Kopf.

00:27:41: Ich mache die Augen zu Mein Mann holt eins von diesen Dingern und legt mir das in die Hand.

00:27:46: Ich darf es anfassen, drehen, abtasten so lange ich will.

00:27:50: Und dann soll ich aber beschreiben wie das aussieht.

00:27:53: Und ich sag's dir ehrlich – ich würde das wahrscheinlich nicht hinkriegen!

00:27:57: Nicht mal ansatzweise.

00:27:59: Ich hätte irgendwas kaltes, kantiges in der Hand ja?

00:28:02: Dann würde ich sagen Ja, das ist so länglich und da ist irgendwie was

00:28:06: dran.".

00:28:07: Und ich habe das angefasst.

00:28:08: Ich hab Augen, die funktionieren... ...ich weiß wie Werkzeug grundsätzlich aussieht.

00:28:13: Pam Reynolds aber hatte nichts davon!

00:28:15: Kein Anfassen kein Hinsehen nur Geräusch und dass auch noch überlagert von diesen lauten Klicks.

00:28:24: Wir reden hier ja nicht über irgendeinen Gerät Dass jetzt dein Mann irgendwo in der Garage liegen hat oder was ein Kumpel dir mal gezeigt hat Sondern wir reden ja über ein chirurgisches Instrument Etwas, dass die ja allermeisten Menschen in ihrem ganzen Leben nicht ein einziges Mal zur Gesicht bekommen haben.

00:28:42: und ich sage dir was.

00:28:43: Ich arbeite in der Medizin seit fünfundzwanzig Jahren!

00:28:48: Ich habe über zwei Jahre in der plastischen Chirurgie gearbeitet.

00:28:51: Ich stand im OP und ich hab so einen Teil niemals gesehen.

00:28:55: Und wir sind hier ja nicht in irgendeinem OP.

00:28:58: Wir sind bei Dr.

00:28:59: Robert Spetzler.

00:29:00: Bei einem Mann den Spezialist nicht mal annähernd trifft, das ist ja noch mehr.

00:29:06: Bei einer Operation die zu der Zeit fast nirgendwo sonst auf der Welt gemacht wurde.

00:29:12: Deshalb ist Pam Reynolds überhaupt erst quer durchs Land geflogen von Atlanta nach Phoenix weil es woanders nicht ging.

00:29:19: Das ist der Raum in dem sie liegt.

00:29:22: Augen zugeklebt klicken in beiden Ohren kein Blut im Kopf flache Linie und aus diesem Raum bringt sie hinterher eine Beschreibung mit die stimmt.

00:29:32: Also vielleicht bin ich ja auch damit allein, aber für mich geht das irgendwie nicht auf.

00:29:37: Ich frag mich woher soll sie denn gewusst haben wie dieses Geräte aussieht was da lag?

00:29:43: Sie hätte es sich ja nicht mal ansatzweise vorstellen können.

00:29:46: Aber gut sagen wir die Kritiker haben recht, sagen wir Die hat das irgendwie gehört.

00:29:52: Dann bleibt immer noch eine Kategorie übrig und die ist die bei der ich wirklich ganz aussteige.

00:29:59: Und jetzt kommt was wirklich Ja, spannendes in der Nahtotforschung.

00:30:04: Es gibt nämlich in dieser Nahtodforschungen eine eigene Kategorie für das was jetzt kommt und die hat einen Namen, der klingt wie ein Abenteuer Roman und zwar Peak in Darien Der Gipfel von Darien.

00:30:21: Und dieser Name für dieses Phänomen, der kommt aus einem Gedicht von John Keats aus dem Jahre eighteen hundertsechzehn.

00:30:29: Darin geht es um Entdecker die sich durch Mittelamerika schlagen, tagelang durch den Dschungel und irgendwann stehen sie ganz oben auf einem Gipfel – vor ihnen liegt ein Ozean!

00:30:42: Das ist jetzt wichtig.

00:30:43: Diese Entdecker haben nicht gewusst, dass da ein Ozean ist.

00:30:47: Die sind nicht losgezogen um diesen Ozeaan zu finden!

00:30:50: Die hatten keine Ahnung was auf der anderen Seite vom Berg überhaupt wartet auf sie.

00:30:55: und dann stehen Sie da oben unterliegt er riesig einfach da wunderschön.

00:31:01: Und Kiez beschreibt diesen Moment so sich schauen sich an und keiner sagt ein Wort.

00:31:08: und genau dafür steht auch dieser Begriff denn Den Menschen, um die es jetzt gleich geht passiert genau das.

00:31:16: Sie sehen etwas von dem sie gar nicht wussten dass es überhaupt existiert.

00:31:20: Sie treffen einen menschen und sie wissen nicht dass dieser Mensch schon längst tot ist.

00:31:25: Sie klettern also um im Bild zu bleiben auf ihren Berg und dahinter liegt etwas mit dem sie garnicht gerechnet haben.

00:31:34: Das ist der ganze Punkt.

00:31:35: Nicht die Begegnung an sich ist das Besondere, Verstorbene zu treffen.

00:31:39: Das ist in der Nahtodforschung, in den Nahtoderfahrungen fast schon Standard.

00:31:45: Das Besondere ist dass diese Menschen einen verstorbenen Treffen von dem sie gar nicht wissen können, dass er schon tot ist.

00:31:53: und den Begriff dafür hat übrigens keine Ärztin und kein Forscher geprägt sondern eine irischer Schriftstellerin Francis Power Cobby.

00:32:03: Im neunzehnten Jahrhundert war das und die hat als eine der allerersten gesammelt, was Sterbende erzählen.

00:32:10: Bruce Grayson hat den Begriff dann viel später wieder aufgegriffen und er ist heute in der Forschung fester Bestandteil.

00:32:18: Und ich erzähle dir jetzt mal zwei Fälle damit du ungefähr erahnen kannst um was es geht.

00:32:23: und ich sage dir schon vorher beim zweiten da war für mich Schluss Wobei ich schon den ersten Fall wirklich krass finde und ich bin total gespannt, was ihr dazu sagt.

00:32:33: Denn wenn ihr da so eine Idee hat wie das passieren kann dann bitte schreibt es mir in die Kommentare.

00:32:39: Ich kann es mir nämlich nicht erklären.

00:32:42: Der Fall Eddie Wir sind in den nineteenhundert neunziger Jahren In den USA Und ein Junge namens Eddie Cuomo Neun Jahre alt.

00:32:54: Der hat ein Fieber, das einfach nicht runtergehen will.

00:32:59: Ein lebensbedrohliches Fieberg!

00:33:02: Und irgendwann da kippt er einfach um.

00:33:06: Sechsunddreißig Stunden lang ist er nicht ansprechbar – das sind fast eineinhalb Tage.

00:33:13: und dann morgens um drei wacht er plötzlich auf.

00:33:18: Und Eddie is'nicht verwirrt?

00:33:21: Er's nich

00:33:21: apatisch?!

00:33:23: Nein!

00:33:24: Eddie iß aufgeregt.

00:33:25: Er will unbedingt etwas erzählen.

00:33:29: Er sagt seinen Eltern, ich war im Himmel und erzählt auf wen er alles getroffen hat – nämlich seinen Großvater, seine Tante und seinen Onkel.

00:33:45: Alle drei sind schon verstorben und alle drei kannte er auch!

00:33:51: Und dann, sagt er, und Teresa war auch da Und Teresa ist Eddies große Schwester.

00:34:01: Die ist neunzehn Jahre alt und die studiert am College in Vermont, Meilen weit weg – der geht es gut!

00:34:10: Und Eddie sagt, sie hat mir gesagt ich muss zurück?

00:34:14: Und Eddies Vater sitzt da am Bett und er wird wütend nicht aus Bosheit sondern aus Angst.

00:34:21: vielleicht kennt ihr das Sein Kind, das ist gerade erst aus dem Nichts zurückgekommen und es redet einfach nur Zeug.

00:34:28: Und er denkt – Das ist ein Delirium!

00:34:31: Und wie kommt der auf die große Schwester?

00:34:33: Die ist doch auf dem College.

00:34:34: Der geht's doch gut.

00:34:37: Ein paar Stunden später rufen die Eltern dann beim College an Sie wollen Teresa erzählen was da passiert ist und irgendwie machen sie sich auch Sorgen um sie.

00:34:51: Ihr ahnt es bestimmt schon, was die Eltern jetzt erfahren.

00:34:56: Teresa ist in derselben Nacht bei einem Autounfall gestorben – kurz bevor Eddie aufgewacht ist.

00:35:06: Und jetzt sagt mir bitte!

00:35:09: Was macht man mit sowas?

00:35:11: Man kann jetzt vielleicht sagen, das ist Zufall.

00:35:14: Das war ein fieberndes Kind.

00:35:15: Es sagt irgendwas und dann trifft es auch noch zu.

00:35:18: Und ja theoretisch kann das ja auch so sein.

00:35:22: ich lass das mal stehen.

00:35:23: Ich will hier auch keinem irgendetwas aufdrücken ihr müsst nichts von all dem glauben.

00:35:30: Aber dann kommt Jack Jack Baby Wir sind in Südafrika im Jahr liegt mit einer schweren, lungenden Zündung im Krankenhaus und es steht wirklich sehr schlecht um ihn.

00:35:50: Und er hat eine Nahtoderfahrung!

00:35:53: In dieser Nahtod-Erfahrung trifft er jemandem – und zwar keinen verwandten – sondern er trifft Anita, eine der jungen Krankenschwestern die ihn auf der Station gepflegt haben.

00:36:08: Die kennt ihr ja schon?

00:36:09: Die hat er jeden Tag gesehen Die hat sich um ihn gekümmert und Anita sagt zu ihm, er muss zurückgehen.

00:36:17: Zurück in seinen Körper!

00:36:20: Und dann sagt Anita noch was?

00:36:23: Das ist der Satz wegen dem ich dir diesen Fall überhaupt erzähle.

00:36:29: Sie sagt nämlich, richte meinen Eltern bitte aus dass es mir Leid tut das ich den roten MGB zur Schrott gefahren habe Ein MGB, das ist ein englischer Sportwagen.

00:36:44: Jack wacht auf und er erzählt einer anderen Schwester von dieser Begegnung mit Anita – und die Schwester wird kreidebleich!

00:36:54: Weil Anita übers Wochenende frei hatte.

00:36:58: Und weil sie ihn genau dieser Nacht mit ihrem neuen Sportwagen tödlich verunglückt ist….

00:37:05: Auf der Station wusste das aber noch niemand.

00:37:15: Er wusste nicht, dass sie tot ist.

00:37:17: Konnte er gar nicht!

00:37:19: Es wusste ja niemand.

00:37:20: Er wussten nicht, das sie einen Unfall hatte und er wusste auch nicht was für ein Auto sie fährt.

00:37:25: Das Auto war ja noch neu.

00:37:27: Und trotzdem kommt er zurück mit einer Nachricht... Mit einer Entschuldigung an die Eltern, die er niemals getroffen hat.

00:37:36: Und mit der Automarke.

00:37:39: Trostbild, dass sich ein sterbendes Gehirn zusammen baut.

00:37:43: Das hat ja mit Trost nichts zu tun!

00:37:45: Es hat mit ihm selbst nichts zu tun – das ist eine Information, das ist ein Detail des Überprüfbares und das stimmt?

00:37:53: Er forscht und gesammelt hat solche Fälle vor allem Bruce Grayson.

00:37:58: Psychiata University of Virginia Division of Perceptual Studies.

00:38:05: Der Mann hat sein halbes Berufsleben damit verbracht, der hat die Skala entwickelt mit der man Nahtoderfahrungen überhaupt vergleichbar macht und seinen Punkt zu diesem Fall oder zu diesen Fällen ist genau der.

00:38:18: Man kriegt sie mit Wunschdenken nicht weg?

00:38:21: Der Mensch hat da was erfahren, was er auf normalen Weg unmöglich wissen konnte – und er hat noch etwas beobachtet, das ich wichtig finde!

00:38:31: Diese Begegnungen, die passieren oft während der Mensch völlig klar ist.

00:38:35: Nicht im Delirium nicht im Fieberbahn ruhig, wach ansprechbar und dann sagt er plötzlich da ist jemand!

00:38:44: Und es gibt noch eine andere Variante bei der mir wirklich nichts mehr einfällt.

00:38:48: Da trifft jemand eine Person, die ihr überhaupt nicht kennt, die ja nie im Leben gesehen hat und beschreibt sie hinterher und irgendwann kommt in der Familie ein Foto auf den Tisch Und da ist diese Person ein Verwandter, der lange vor der Geburt zum Beispiel gestorben ist über den keiner mehr geredet hat.

00:39:07: Das kann keine Erinnerung sein!

00:39:09: Das ist nichts, woran man sich erinnern könnte und deshalb Die Stelle an der ich da aussteige, nicht bei den Tunneln oder dem Licht.

00:39:19: Nicht mal bei diesem Frieden, den alle so beschreiben und empfinden.

00:39:23: Für das gibt es ja noch Erklärungen, die sind ja noch einigermaßen plausibel.

00:39:27: Und ich nehme sie auch ernst!

00:39:28: Wir kommen gleich noch ausführlicher drauf.

00:39:31: Aber hier hört alles auf.

00:39:34: Da hören diese ganzen Erklärung auf weil Sauerstoffemange dir Bilder machen kann aber der kann dir halt keine Nachrichten für Menschen machen, die du gar nicht kennst.

00:39:45: Okay, ich habe dir jetzt ein paar Fälle erzählt und wir müssen mal kurz sortieren.

00:39:51: Weil man sonst denkt das sind Ausnahmegeschichten die man sich so in der Szene weitererzählt aber das sind sie nicht!

00:39:59: Der erste den er systematisch gesammelt hat das war Raymond Moody.

00:40:05: Und er hat dabei dem Begriff near-death experience überhaupt erst geprägt.

00:40:11: Bruce Grayson, der hat daraus später eine Skala mit sechzehn Punkten gebaut.

00:40:16: Damit man das überhaupt irgendwie vergleichen kann.

00:40:19: und wenn du dir anschaust was Menschen berichten wiederholt sich das ständig am Anfang.

00:40:24: da steht fast immer dieses losgelöst sein.

00:40:27: Der Schmerz ist weg die Angst ist weg.

00:40:29: Menschen die gerade unter einem Auto gelegen haben die sagen hinterher Das war friedlich viele beschreiben das als endlich zu Hause.

00:40:38: dann eine Bewegung, ein dunkler Raum, einen Tunnel, einen Sog.

00:40:42: Dann das Licht und hier wird die Sprache bei fast allen komisch weil sie merken dass ihre Worte irgendwie nicht reichen für das was sie da erlebt haben.

00:40:51: Das war kein Licht wie ne Lampe sagen die sondern das war etwas lebendiges.

00:40:56: das hat mich gekannt das hat sich warm angefühlt es hat sich angefühlt als würde ich angenommen wie ich bin.

00:41:04: Sie sagen, das ist Liebe aber Liebe nicht in dem Sinn wie wir heute Liebe verstehen.

00:41:10: Es ist einfach ganz, ganz schwierig zu beschreiben.

00:41:13: und dann die Begegnungen mit Verstorbenen, die einen empfangen Dann bei manchen wiederum eine andere Welt Landschaften Musik Farben, die sie nicht beschreiben können Farben Die sich vorher niemals gesehen haben.

00:41:27: Das sind so die Dinge die die Menschen da beschreiben Und zwar nicht nur ein Mensch sondern Ganz ganz viele hunderte Menschen.

00:41:34: Und dann der Teil, der Milch als Coach am meisten beschäftigt.

00:41:40: Der Lebensrückblick!

00:41:42: Das ist kein Film die du dir so anschaust sondern die Leute sagen ich habe es nochmal gelebt aber aus der Perspektive der anderen... Ich hab gefühlt was der andere gefühelt hat als ich das gesagt habe.

00:41:57: und was dabei fast nie vorkommt ist Strafe.

00:42:01: Kein Gericht, kein Zeigefinger sehr radikales sich selbst erkennen und dann das Wissen dieses plötzliche Verstehen von allem.

00:42:14: Und es ist beim Zurückkommen fast immer weg, fast alle sagen ich wusste es Ich weiß nur nicht mehr was.

00:42:23: da wusste ich es.

00:42:25: Dann die Grenze Ein Fluss ein Zaun oder eine Linie irgendwas wo klar ist.

00:42:32: darüber gibt es dann kein Zurück mehr.

00:42:35: Wenn ich diese Grenze übertrete, kann ich nicht mehr meinen Körper zurück.

00:42:41: und dann die Rückkehr.

00:42:42: Und die passiert meistens gar nicht freiwillig.

00:42:44: Manche waren sogar richtig sauer als sie aufgewacht sind!

00:42:49: Das findest du quer durch alle Kulturen.

00:42:52: Die Deutung ist zwar unterschiedlich und die Namen sind auch unterschiedlich aber die Struktur bleibt gleich.

00:43:00: Und was ich hier auch sagen muss, weil es sonst ein schiefes Bild gibt.

00:43:05: Nicht alle Nahtoderfahrungen sind schön.

00:43:08: Es gibt auch Menschen die kommen zurück und sagen da war nichts Da waren nur Leere Oder es war kalt oder bedrohlich.

00:43:16: Diese Erfahrungen, die gibt's auch Die sind auch dokumentiert und über die redet fast keiner Was ich ehrlich gesagt Problematisch finde.

00:43:27: Ich finde man muss sich immer beide Seiten angucken.

00:43:30: Ich gehe heute jetzt nicht tiefer da rein.

00:43:32: Das würde die Folge sprengen, aber ich will das.

00:43:34: ihr wisst dass es auch diese Seite gibt.

00:43:38: und dann gibt's noch zwei Dinge die eng mit diesen Nahtoderfahrungen ja in Zusammenhang gebracht werden Aber auf die kann ich jetzt hier heute so nicht eingehen.

00:43:47: dafür wirds vielleicht nochmal eine eigene Folge geben.

00:43:51: Ich mache dir bewusst kurz zu beiden kommt eine eigene folge irgendwann.

00:43:56: Da hängt einfach zu viel dran.

00:44:00: Sonst auseinanderreiße dieses Thema, was ich jetzt heute behandle.

00:44:04: Das eine sind die geteilten Todeserfahrungen Shared Death Experiences.

00:44:11: Da geht es nicht um den Sterbenden selbst sondern es geht um die Leute, die daneben sitzen Angehörige Pflegekräfte, die sind kerngesund und die berichten manchmal dass sie etwas erlebt haben Ein Licht im Raum oder das Gefühl, dass etwas den Körper verlässt.

00:44:27: Und manche sagen auch sie seien ein Stück mitgegangen und irgendwann dann wieder umgekehrt.

00:44:33: Es gibt auch Fälle wo mehrere am Bett unabhängig voneinander dasselbe beschreiben, dasselben erlebt haben mit diesen sterbenden Menschen Und da wird es für die Erklärung auch wieder schwierig.

00:44:47: Beim Sterben kannst du immer sagen, Sauerstoffmangel, Hirnchemie, Ausnahmezustand – aber die Frau auf dem Stuhl daneben stirbt ja nicht!

00:44:57: Bei der ist eigentlich alles normal.

00:44:59: Wieso hat sie dann so was miterlebt?

00:45:03: Das andere ist die terminale Luzidität.

00:45:07: Klarheit kurz vor dem Tod Menschen mit weit fortgeschrittener Demenz die seit Jahren niemanden mehr erkannt haben, keinen Satz mehr rausbringen.

00:45:18: Und dann sind sie auf einmal noch mal voll da!

00:45:22: Auf einmal nach ewig langer Zeit erkennen Sie Ihre Kinder wieder, reden sie normal verabschieden sich manchmal richtiggehend und dann sterben sie oft innerhalb von wenigen Stunden.

00:45:33: Das Ding ist ein Demenzkrankhaar.

00:45:34: das ist eine hirnorganische Erkrankung ja?

00:45:39: Die progressrient also die fortschreitet Ja, wieso funktioniert das hier in diesem Moment auf einmal wieder?

00:45:47: Wie soll es denn

00:45:47: gehen?".

00:45:48: Das ist ja kaputt.

00:45:50: Also jetzt grob gesagt.

00:45:51: Naja... Aus meiner medizinischen Ecke gesagt, dass dürfte es eigentlich gar nicht geben!

00:45:57: Bei einer fortgeschrittenen Demenz da ist das Gewebe einfach zerstört im Hirn.

00:46:02: Da kommt nichts zurück was nicht mehr da ist.

00:46:05: also ...das dürfte nicht so sein.

00:46:08: Ist es aber.

00:46:09: Für mich kommt das alles aus demselben Kanal.

00:46:12: Nahtot Na tut die geteilten Erfahrungen, diese letzte Klarheit.

00:46:17: Für mich sind das nicht drei Kuriositäten sondern es ist dasselbe Phänomien nur aus verschiedenen Blickwinkeln.

00:46:24: und ich sage jetzt aber ausdrücklich dazu, das ist meine Sicht!

00:46:28: Das ist nicht der Stand der Forschung in der Wissenschaft da steht das bisher ziemlich unverbunden nebeneinander?

00:46:36: Aber Ich verbinde das.

00:46:37: ob du das jetzt Mitmachst, das ist dein Ding.

00:46:40: Das darf so gerne selbst entscheiden aber für mich sind es drei sehr ähnliche Dinge die aus der gleichen Sparte kommen.

00:46:48: So und jetzt zu der Frage die ich mir bei all dem am häufigsten stelle wie oft passiert das eigentlich?

00:47:00: Die Zahl die man da findet liegt bei ungefähr zehn bis zwanzig Prozent der Menschen die reanimiert werden und überleben Und ich sage ganz bewusst, die davon berichten.

00:47:13: Weil die echte Zahl liegt viel höher und da bin ich mir ziemlich sicher!

00:47:25: auf der Intensivstation zum Beispiel.

00:47:28: Du hast gerade eine intensive Erfahrung, vielleicht die intensivste Erfahrung deines Lebens überhaupt gemacht und neben dir steht jemand im weißen Kittel mit einem Klemmbrett und dem sollst du jetzt erzählen dass du unter der Decke geschwebt bist und deine tote Oma getroffen hast?

00:47:43: Ich weiss nicht.

00:47:45: Machst du doch nicht oder?

00:47:47: Weil du nicht willst das A jemand denkt du hast einen Schaden davongetragen vielleicht auch weil du Angst hast, dass es in die Akte kommt und vielleicht auch einfach, weil das nicht der richtige Platz ist um von diesen Dingen zu erzählen.

00:48:00: Weil du wirst ja gefragt Hallo her so und so Frau Sohnsoh wie geht's ihnen?

00:48:05: Wir müssen jetzt mal den Blutdruck messen wir müssen jetzt Mal dies machen wir müssen das machen usw.

00:48:10: Und sofort.

00:48:11: da ist auch nicht die Zeit Die Kommt später bei der Familie Vielleicht und Das Ist keine Theorie für mich Das habe ich sogar in meiner eigenen Familie erlebt.

00:48:21: Es gab bei uns Menschen, die haben angefangen so was zu erzählen aber man hat sie nicht ernst genommen.

00:48:27: Nicht aus Bosheit eher so.

00:48:29: jaja das war die Narkose trink mal einen Schluck und dann haben Sie aufgehört!

00:48:36: Die haben nie wieder davon angefangen.

00:48:38: einer davon hat später nochmal intensiver darüber berichtet.

00:48:42: aber ich glaube in dem Moment da ist man auch einfach nur froh, dass derjenige überlebt hat und da gibt es so ganz viele andere Dinge die wichtig sind.

00:48:55: Naja... Und dann kommt man auf dieses Thema auch weiter nicht mehr zu sprechen!

00:49:00: Die Menschen, die ich meine, leben heute leider nicht mehr.

00:49:03: Ich kann sie also nicht mehr fragen.

00:49:05: Ich habe von dem was Sie erlebt haben nur noch das grobe Grundgerüsten paar Sätze, die irgendwie hängen geblieben sind.

00:49:13: Da war ich auch noch ein Teenager und den Resten gibt's gar nicht mehr weil ihn nie jemand hören wollte.

00:49:19: Das finde ich sehr traurig, wirklich schade.

00:49:22: Das ist einer der Gründe warum ich diese Folge auch mache.

00:49:25: und der zweite Grund ist fast noch viel banaler es fragt einfach gar keiner danach nach einer Reanimation.

00:49:32: da wird abgefragt wie das Herz arbeitet wie die Werte sind ob das Gehirnschaden genommen hat was in keiner Routine steht.

00:49:40: dass ist halt die Frage haben sie irgendwas erlebt?

00:49:43: Die psychie die steht irgendwie immer noch ziemlich an der seite Wirklich für den Körper ein unglaubliches Erlebnis, ist ja ein Grenzerlebnis.

00:49:53: Und bei manchen Ärzten kommt noch was dazu und das ist fast das Absurdeste an der ganzen Sache überhaupt!

00:49:59: Das passiert nämlich so oft dass es für die schlicht gar nichts Besonderes mehr ist, wer jahrelang im OP steht Jahrzehnte lang.

00:50:08: Der hört das immer wieder und irgendwann, da ist es gar kein Räsel mehr sondern das ist so ein Alltagsgeräusch und das wird abgehakt als Hirngespinst, als Narkoseeffekt weil das passiert ja ständig und weiter geht's.

00:50:20: Das heißt die zehn bis zwanzig Prozent sind das was oben raus guckt aber dass was drunter liegt unter der Oberfläche.

00:50:30: Das weiß gar keiner!

00:50:32: Und was noch hier nicht fehlen darf?

00:50:34: Ist noch eine andere wichtige Sache Diese Menschen, die kommen verändert zurück und zwar nicht so ein bisschen verändert.

00:50:43: Das erste und das auffälligste ist, die Todesangst ist weg!

00:50:47: Nicht kleiner sondern sie ist komplett weg.

00:50:50: fast alle beschreiben das so und das hält an Jahrzehnte lang und dann kippt oft das ganze Leben.

00:50:57: Das ganze Leben verändert sich, Werte verschieben sich.

00:51:00: was vorher wichtig war es ist plötzlich nicht mehr Karriere Geldstatus.

00:51:05: bei vielen fällt das einfach von der Liste.

00:51:08: Es ist nicht mehr wichtig.

00:51:09: viele werden mit fühlender geduldiger wenden sich Menschen zu die beginnen andere Jobs auszuführen Ehrenämter zu übernehmen sich um Menschen zu kümmern.

00:51:21: Und das hat auch eine harte Seite, die selten erzählt wird.

00:51:25: Da gehen nämlich auch ehendran kaputt Menschen, schmeißen Berufe hin in denen sich zwanzig Jahre lang waren nicht aus Übermut sondern weil es nicht mehr passt.

00:51:35: Das Umfeld versteht es oft nicht und das denkt da stimmt irgendwas mit diesen Menschen und für mich ist das der allerstärkste Punkt im ganzen Thema Nicht die Tunnel, nicht das Licht Weil eine Halluzination dein Leben einfach nicht so krass verändert.

00:51:54: Du kannst einen wilden Traum haben, du kannst ein Fieber-Traum haben und du kannst einen Drogenrausch haben aber nach drei Wochen da ist er verblasst und du gehst wieder in die gleiche Arbeit, du lebst wieder mit den gleichen Menschen, du machst wieder die gleichen Dinge, die dir nicht gut tun... du veränderst nichts!

00:52:09: Und das ist übrigens der am besten dokumentierte Teil dieses ganzen Phänomens.

00:52:16: über die Tunnel kann man streiten, aber über die Veränderungen die nach diesen Nahtoderfahrungen mit den Menschen passieren.

00:52:24: Darüber nicht!

00:52:27: So, jetzt bin ich euch was schuldig.

00:52:29: Ich habe im Intro versprochen dass sich auch die wissenschaftliche Seite verbringe Nicht als Pappkamerad den ich dann hinterher umtrete und deswegen machen wir das jetzt.

00:52:40: Und ich sage auch vorher ganz ehrlich, ich glaube nicht dass diese Erklärungen reichen.

00:52:45: Das wisst ihr ja eigentlich inzwischen aber sie sind nicht dumm!

00:52:49: Sie sind nicht ausgedacht und die Leute die daran forschen das sind auch keine Spielverderber sondern die machen ihren Job und es ist immer wichtig sich beide Seiten anzuhören Denn nur so kann man ja am Ende fair für sich selbst entscheiden, was man glauben kann und was nicht.

00:53:06: Das ist mir immer unglaublich wichtig!

00:53:08: Natürlich wünscht man sich ein Leben nach dem Tod – zumindest die meisten Menschen.

00:53:12: Aber wenn es dieses Leben nach den Tod nicht gibt, dann ist es mir wirklich wichtiger, die Wahrheit zu kennen als verblendet durch die Gegend zu laufen.

00:53:21: Also… Was passiert in einem sterbenden Gehirn?

00:53:25: Erstens Sauerstoffmangel.

00:53:28: Das ist die Standarderklärung der Ärzte.

00:53:31: Wenn dem Gehirn der Sauerstoff ausgeht, dann arbeitet es nicht einfach langsamer sondern es arbeitet falsch und die Netzhaut und der Seebereich im Gehirnt reagieren darauf besonders empfindlich.

00:53:45: das See fällt von außen nach innen Und was übrig bleibt, das ist halt ein heller Punkt in der Mitte.

00:53:53: Umgeben von Dunkelheit!

00:53:56: Das ist eben die Erklärung für den Tunnel und das Licht.

00:53:59: Die ist schon gut – Piloten kennen das übrigens ja auch.

00:54:03: Wenn bei hohen G-Kräften das Blut aus dem Kopf sagt, dann sehen sie genau dasselbe.

00:54:08: Tunnelblick und Licht.

00:54:12: Zweitens Kohlendioxid.

00:54:14: Wenn du nicht mehr atmest, dann staut sich CO² im Blut und ein veränderter CO²-Wert der macht was mit dir.

00:54:22: Euphorie, Losgelöstheit und eben dieses Gefühl nicht mehr ganz im Körper zu sein, sich von außen zu sehen – das ist gemessen!

00:54:30: Das ist nicht strittig.

00:54:32: Es ist Fakt.

00:54:34: Und an dieser Stelle red ich mal nicht über Studien sondern über was dass ich selber mache.

00:54:39: Ich arbeite ja mit Breathwork In Atempausen.

00:54:43: Nicht so kurz wie du die beim Yoga kennst, sondern wir reden von Andertheit manchmal zwei Minuten ohne Atem und das geht weil man vorher intensiv atmet und sich die Blutgase dadurch verschieben.

00:54:58: Und in diesen Pausen da tut sich was auf!

00:55:01: Ich sage dir nicht was du da erlebst, weil es ist bei jedem anders.

00:55:05: aber irgendwas passiert da Menschen weinen ohne zu wissen warum.

00:55:10: Menschen sehen Bilder, Menschen kommen an Erinnerungen an die sie schon im Wachzustand seit dreißig Jahren nicht mehr dran gekommen sind.

00:55:19: und manche beschreiben hinterher dass sie kurz nicht mehr ganz im Raum waren.

00:55:23: Und ich habe das oft genug erlebt um zu wissen Das ist nicht eingebildet da verändert sich wirklich was!

00:55:31: Und weißt du?

00:55:32: Was mich an dieser ganzen medizinischen Erklärung am allermeisten stört, nicht die einzelnen Punkte, die stimmen ja größtenteils.

00:55:41: Sondern es ist das Bild dahinter!

00:55:44: Der Mensch wird behandelt wie eine Maschine – ein Gerät, das nicht richtig eingestellt ist, dass man nur richtig einstellen muss.

00:55:51: und wenn die Werte nicht stimmen, sauerstoff runter CO² hoch dann läuft's eben nicht mehr rund.

00:55:57: und was dabei rauskommt, das ist dann ein Defekt, eben ne Fehlfunktion.

00:56:02: aber so funktioniert die Natur ja nicht.

00:56:06: Maschinen, die wir bauen ja.

00:56:07: Die sind alle gleich!

00:56:09: Das ist ja der ganze Sinn davon.

00:56:11: Zwei Waschmaschinen vom selben Band, die sind identisch und wenn eine anders läuft als die andere?

00:56:18: Ja dann ist sie kaputt.

00:56:19: aber bei Menschen da ist das ja nicht so.

00:56:22: Wir haben zwar den selben Bauplan ja Aber wie er ausgeführt wird...das ist unterschiedlich Und zwar nicht als Fehler sondern als Anpassung.

00:56:34: Menschen, die zum Beispiel im Hochgebirge leben haben ein Blut.

00:56:38: Das kommt mit weniger Sauerstoff aus und andere, die haben eine Verdauung, die Milchen lebendlang verträgt aber andere eben nicht.

00:56:46: Aber beides ist ja richtig da es ja keiner kaputt.

00:56:50: Und je nachdem was einen mensch mitbringt was er erlebt hat woher kommt was er trainiert reagiert sein körper anders stärken.

00:56:58: hier schwächender aber kein exemplar ist eben wie das andere.

00:57:04: Und wenn das so ist, dann läuft gerade nicht nach Normwert.

00:57:09: Also ist der Defekt eine ziemlich schmale Betrachtung.

00:57:13: Dann ist vielleicht nicht alles was außerhalb der Norm passiert automatisch ein Defekt.

00:57:19: und da lande ich jetzt bei meiner Frage Ist es eine Fehlfunktion unseres Gehirns oder ist das ein Tor?

00:57:30: Und lasst mich dir zu meiner Tortheorie kurz was erklären und ich hoffe das wird jetzt nicht so viel, weil die Folge schon ziemlich lang.

00:57:37: Aber das ist wichtig!

00:57:39: Das klingt nämlich erstmal nach Räucherstäbchen aber es ist eigentlich reine Technik.

00:57:45: Denk mal an ein Radio um uns herum der schweren pausenlos radiowellen.

00:57:54: hunderte tausende Keine Ahnung wie viele, jedenfalls mehr als du dir vielleicht vorstellen kannst.

00:58:00: Die sind alle gleichzeitig da jetzt hier in diesem Raum indem du gerade eben sitzt durch dich durch während ich das hier jetzt gerade sage und trotzdem hörst Du einen einzigen Sender und den hörst du sauber sauber ohne dass die anderen Sender da rein quatschen.

00:58:19: Wie geht das?

00:58:21: Erstens Weil dann Radio abgestimmt ist, es ist auf eine Frequenz eingestellt und blendet konsequent alles andere aus.

00:58:29: Und zweitens – das ist jetzt der Teil, der mich interessiert – weil da noch ein Filter drin ist!

00:58:36: Das ist die Rausch-Sperre.

00:58:38: Was sie macht?

00:58:40: Sie hält alles zurück was zu schwach ist.

00:58:43: Nur was über einer bestimmten Schwelle liegt kommt durch zum Radio und alles darunter wird stumm geschaltet.

00:58:50: Und das ist ja keine Schikane, sondern es ist wirklich praktisch weil ohne die hättest du zwischen den Sendern permanentes Rauschen im Ohr.

00:58:57: Das würde kein Mensch aushalten.

00:59:00: aber jetzt kommt's!

00:59:01: Du kannst diese Schwelle runterdrehen und dann kommen ganz plötzlich Sender rein.

00:59:07: von denen hast du noch nie was gehört.

00:59:09: Weit entfernte Sender, ganz schwache und die waren ja die ganze Zeit schon da.

00:59:15: Die waren schon immer da Aber die haben es halt nicht durch diese Sperre geschafft.

00:59:20: Und genau das frag ich mich bei diesem Atempausen, geht da wirklich was kaputt?

00:59:28: Oder wird da kurz etwas runtergedreht?

00:59:31: Die Medizin scheint da ihre Antwort schon zu haben – dass ist eine Störung!

00:59:35: Die Blutgase geraten durcheinander, das Gehirn arbeitet nicht mehr sauber und was du erlebst, das ist Rauschen im System.

00:59:42: Das kann stimmen….

00:59:43: Ich kann es ja nicht widerlegen, aber ich frage mich halt warum ist dieses Rauschen bei so vielen Menschen dasselbe Rausche?

00:59:49: Warum kommen Leute damit Dinge raus die ihr Leben verändern.

00:59:53: Ich habe noch nie erlebt das jemand nach einer schlechten Handyverbindung ein Jahr später sagt Das hätte was in ihm bewegt.

01:00:00: Vielleicht ist das auch beides.

01:00:02: vielleicht kriegst du wenn Du die Schwelle senkst tatsächlich das Rauschan und den weit entfernten Sender Beides gleichzeitig.

01:00:13: Ich hoffe ihr versteht, was ich mit dieser Metapher meine.

01:00:16: Und die Kunst ist das eine vom anderen zu unterscheiden.

01:00:20: aber das ist meine Deutung und ich mache da keinerlei Heel draus.

01:00:24: also ich denke es ist ne Art Tor.

01:00:29: Es öffnet für dich ein Tor damit du in einer Welt sehen kannst, die da auch ist Die eben einfach nur ausgeblendet ist durch diesen Rauschfilter in uns So und weiter im Text.

01:00:42: Drittens, der Schläfenlappen.

01:00:45: Da sitzt der Bereich in dem dein Gehirn, dein Körpergefühl zusammen baut also die Antwort auf die Frage wo du eigentlich bist und das kann man stören.

01:00:54: Man kann diese Region reizen und dann haben die Menschen das Gefühl sie schweben über sich selbst.

01:01:00: Also Sie können sich von außen angucken.

01:01:02: Das ist im Labor schon mal nachgestellt worden.

01:01:05: Das ist gar keine Theorie sondern das funktioniert wirklich.

01:01:09: Und in derselben Ecke des Gehirns, da liegen auch religiöse Empfindungen.

01:01:14: Dieses Gefühl von Anwesenheit von etwas Größeren!

01:01:18: Bei Epilepsie im Schlefenlappen berichten die Menschen genau davon.

01:01:25: Viertens – Botenstoffe.

01:01:27: Es gibt auch die Vermutung, dass das Gehirn im sterben Körper eigenes DMT ausschüttet.

01:01:34: Das ist der Stoff, der auch in bestimmten Pflanzen steckt – ayahuasca zum Beispiel und erzeugt Erfahrungen, die in Nahtoderfahrungen wirklich ähnlich sind.

01:01:45: Die DMT gibt es auch als Droge.

01:01:48: Da sage ich ehrlich dazu, das ist die Schwächste von allen!

01:01:54: Das ist ein Sterben des menschliches Gehirn.

01:01:58: Dass das wirklich so viel DMT ausschüttet, dass es nicht gezeigt wird.

01:02:02: Das ist nur eine Vermutung.

01:02:03: Da gibt's keinen festen Befund dazu.

01:02:05: Das wurde niemals so gemessen.

01:02:08: Fünftens und das ist die stärkste.

01:02:10: Deshalb nehme ich mir die auch als Letztes und dafür nehm' ich mich jetzt auch Zeit.

01:02:16: Und zwar Ketamin.

01:02:20: Narkosemittel.

01:02:21: Wir benutzen das in der Notfallmedizin zum Beispiel und das hat eine Eigenschaft, die mich ganz ehrlich ins Grüben bringt.

01:02:29: Menschen unter Ketamin berichten von Tunneln, von Licht, von Losgelöstsein vom Körper, von einem Gefühl tiefen Friedens, von Begegnungen, von der Gewissheit gestorben zu sein – also fast alles von dem was wir heute schon hier Podcast besprochen haben.

01:02:49: Und Ketamin, das wirkt an einer bestimmten Andockstelle im Gehirn und die Theorie sagt wenn dem Gehirnen der Sauerstoff ausgeht dann schüttet es selbst etwas aus dass genau da andockt als Notbremse um die Zellen zu schützen.

01:03:05: und der Nebeneffekt davon das wäre dann diese Nahtoderfahrung.

01:03:10: also die ist wirklich nur ein Nebeneffect von Zellschutz.

01:03:16: gutes Argument.

01:03:17: Das ist eigentlich das Beste, dass die Gegenseite jetzt hat.

01:03:20: Ich bringe es nicht, weil ich es entkräften kann – ich bring's, weil es einfach dazu gehört!

01:03:28: Dann gibt es noch dieses letzte Feuerwerk.

01:03:31: Man ist lange davon ausgegangen, dass mit dem Herzstillstand im Gehirn ziemlich schnell nichts mehr los ist.

01:03:37: also inzwischen weiß man aber da kommt schon nochmal was.

01:03:40: Man hat so richtige Aktivitätsschübe gemessen kurz nachdem das Herz eben stehen geblieben ist und zwar ausgerechnet in dem Muster, dass man sonst bei hoher Konzentration und intensiver Wahrnehmung sieht.

01:03:54: Das heißt, es gibt tatsächlich noch ein Zeitfenster in dem was passiert und das ist ein starker Punkt.

01:04:02: So!

01:04:03: Das war's fair und in voller Länge habe ich euch das jetzt gebracht.

01:04:07: und jetzt sage ich euch aber auch wo für mich da der Haken sitzt weil all diese Erklärungen die beantworten dieselbe Frage wie kann ein Gehirn im Ausnahmezustand solche Bilder erzeugen?

01:04:20: Und die Antwort darauf ist sehr gut wirklich Du hast kein Problem damit, nur das ist ja nicht die Frage an der ich hängen geblieben bin.

01:04:29: Meine Frage ist, woher kamen die Informationen dazu?

01:04:34: Und da hilft mir halt keinen Sauerstoffmangel!

01:04:37: Der erklärt mir den Tunnel – das ist schön – aber nicht die Schublade mit dem Gebiss.

01:04:42: Ketamin erklärt es mir losgelöst sein, aber nicht Wikis Ehring und das letzte Feuerwerk im Gehirn, das erklärt gar nichts über einen der in seiner Nahtoderfahrung eine Schwester, die ihn gepflegt hat trifft.

01:04:57: Die in ihrem Sportwagen verstorben ist von dem einfach noch kein Mensch wissen konnte.

01:05:03: und das ist für mich der Punkt und da habe ich immer das Gefühl danach fragt man ja in der Medizin überhaupt nicht.

01:05:11: Die fragen nach ganz anderen Dingen aber die wahren Fragen also die sich für mich darauf tun sind halt anderer Natur.

01:05:20: Und wisst ihr noch das Radio vorher?

01:05:22: Ich will da nochmal kurz zurück, aber diesmal nicht wegen der Rauschperre sondern wegen einer Frage die noch grundsätzlicher ist.

01:05:31: Denn all diese Erklärungen setzen etwas voraus ohne es je zu prüfen dass das Gehirn Bewusstsein herstellt Dass du dein Denken bist Dein Fühlen, dein ich und dass All das entsteht weil Da Zellen feuern Geht das Gehirn kaputt, geht das Bewusstsein kaputt.

01:05:53: Ende!

01:05:55: Und es klingt vernünftig aber bewiesen ist es nicht.

01:05:59: Es ist nur eine Annahme und es gibt nämlich noch eine andere und die heißt Filtertheorie oder Empfängermodell und die sagt dass Gehirnerzeugtbewusstsein nicht sondern es empfängt Bewusstsein, es fehlt hat.

01:06:17: Es macht aus etwas Großem etwas Handhabbares damit du hier überhaupt funktionieren kannst auf dieser Welt in dieser Materie, damit du dich auf deine Einkaufsliste konzentrieren kannst quasi anstatt auf alles gleichzeitig.

01:06:34: und jetzt kommen wir eben zurück zum Radio.

01:06:36: Wenn Du ein Radio kaputt machst dann hört die Musik zwar auf für dich in dem Moment, im Zimmer.

01:06:43: Da ist stille, da passiert nix mehr.

01:06:46: und wenn du nur das Radio kennst und nichts von den Sendern weißt also wo die herkommen dann ist die Schlussfolgerung ganz logisch Das Gerät hat die Musik gemacht gerät kaputt Musik weg aber die Musik ist ja nicht weg Die wird immer noch gesendet.

01:07:05: Nur der Empfänger fehlt halt dafür Der empfänger ist kaputt Und wenn das stimmt dann dreht sich ja hier alles um.

01:07:14: Dann ist eine Nahtoderfahrung nicht ein Gehirn, das im Sterben halluciniert, sondern es ist ein Filter, der halt nicht mehr funktioniert, der gerade ausfällt und für einen Moment kommt halt mehr durch als sonst!

01:07:29: Und bei manchen kommt weniger durch je nachdem was halt gerade da kaputt ist und dann ergibt plötzlich etwas Sinn dass sonst eigentlich gar keinen Sinn ergibt.

01:07:39: Weißt du noch die terminale Luzidität von vorhin, die ich kurz erwähnt habe?

01:07:44: Die Menschen mit weit fortgeschrittener Demenz, die kurz vor dem Tod dann nochmal völlig klar sind.

01:07:50: Nach der normalen Sichtweise darf das eigentlich nicht gehen weil das Gewebe ist zerstört.

01:07:56: aber wo nichts mehr ist da kann ja auch nichts zurückkommen.

01:08:00: Aber nach der Filtertheorie, da ist es fast schon so zu erwarten Weil Da war die Person die ganze Zeit da Kaputt war ja nur der Empfänger und das ist der Grund, warum ich bei der reinen Hirnchemie nicht stehen bleiben kann.

01:08:17: Nicht weil sie falsch wäre sondern weil Sie eine Frage beantwortet die ich aber nicht gestellt habe also dass es nicht meine Frage die da beantworten wird sondern eine ganz andere.

01:08:30: Puh!

01:08:31: Ich glaube das war meine längste Folge bisher überhaupt Und ich hab euch heute viel erzählt, was sich nicht erklären kann.

01:08:42: Ich habe ein paar Mal gesagt wo ich da aussteige für mich.

01:08:45: aber ich will zum Schluss noch mal sagen wo ich persönlich lande.

01:08:50: Nicht als Wahrheit sondern als das was ich für mich glaube!

01:08:55: Ich glaube wir finden nach dem Tod das was wir persönlich glauben Und das klingt erstmal wie ein billiger Kompromiss, so nach jeder kriegt Seins alle haben recht Frieden.

01:09:09: Aber das ist es nicht!

01:09:10: Ich meine das ganz konkret.

01:09:13: ich bin überzeugt davon dass wir Menschen unsere Realität selbst erschaffen schon hier jetzt heute was du für wahr hältst.

01:09:23: das wird dein Leben deine Realität.

01:09:26: Das sehe ich in meiner Arbeit jeden Tag.

01:09:29: Menschen leben nicht in der Welt Sie leben in ihrer Vorstellung von der Welt.

01:09:34: Und die ist erstaunlich stabil, egal was passiert von außen!

01:09:40: Der Unterschied ist eben nur hier hast du einen Körper und der bremst dich aus – Du kannst dir noch so sehr wünschen dass die Wand nicht da ist aber sie ist nun mal da.

01:09:50: Materie ist stur Aber ohne Körper fällt diese Bremse weg Und dann ist es vielleicht so wie in einem klaren Traum.

01:09:59: Kennst du das?

01:10:00: Hast du das schon mal gehabt?

01:10:01: zu einem Klartraum, wenn du im Traum merkst dass du träumst und plötzlich verändert sich was du siehst?

01:10:07: Du denkst an eine Tür und da ist die Tür dann auf einmal!

01:10:10: Du willst fliegen und zack fliegst du!

01:10:13: Da ist nichts mehr was dich auffällt weil nichts mehr fest ist.

01:10:16: außerdem was du persönlich denkst... ...was du persönlich glaubst Ich glaube, dass es das ist was da am Ende passiert.

01:10:24: Dass wir dort das vorfinden, was wirklich ist und gleichzeitig das, was wir fest genug glauben – dass da die Realität biegsam ist und sich aber nicht ausschließt!

01:10:41: Und ich bin damit nicht ganz allein, was Menschen bei einer Nahtoderfahrung sehen.

01:10:45: Das ist nämlich nicht überall gleich!

01:10:47: Die Struktur ist es das Licht die Grenze die Begegnungen.

01:10:51: aber wer da steht und was es bedeutet?

01:10:54: Das hängt davon ab wo jemand herkommt und was er mitbringt Was ja für einem Glauben anhängt zum Beispiel.

01:11:02: Es gibt sogar Berichte in denen sich die Bilder während der Erfahrung verändern.

01:11:08: Für einen Skeptiker ist genau das der Beweis, dass es aus dem eigenen Kopf kommt.

01:11:14: Für mich ist es der Hinweis darauf, dass da drüben die Regeln einfach andere sind.

01:11:20: und weißt du warum mir dieses Thema so wichtig ist?

01:11:23: Nicht weil ich dich unbedingt davon überzeugen muss, dass's weitergeht sondern weil sich etwas verändert wenn Du es für möglich hältst!

01:11:33: Diese Menschen von denen ich dir erzählt habe kommen zurück und haben keine Angst mehr.

01:11:39: Und dann fangen sie an ihr Leben umzubauen, nicht weil sie den Tod gesehen haben sondern weil sie danach anders auf ihr Leben schauen.

01:11:48: und dafür musst du nicht erst sterben wenn du für möglich hältst dass du mehr bist als ein Zellhaufen und Pura zufall.

01:11:58: Dann fallen manche Entscheidungen vielleicht anders aus manchmal die großen manchmal die, die du seit Jahren schon vorher schiebst.

01:12:07: Das ist alles was ich dir mitgeben will?

01:12:11: Ich habe nicht alle Antworten aber ich stelle andere Fragen.

01:12:15: vielleicht stelle ich auch die richtigen Fragen.

01:12:18: Wenn du bis hierher zugehört hast, dann danke ich dir wirklich.

01:12:21: Denn die Folge hat es in sich gehabt.

01:12:23: Die war auch gar nicht so einfach vom Input her.

01:12:27: Vielleicht bist du an manchen Stellen auch mal abgekommen und ausgestiegen.

01:12:30: wenn das so ist?

01:12:31: Ja, dann tut's mir leid!

01:12:32: Ich hab' es versucht, so gut wie möglich, so einfach wie möglich rüberzubringen und vor allem komprimiert wie möglich weil zwei Stunden Nahtod-Podcastfolge anhören.

01:12:45: Ich danke dir, dass du bis jetzt dran geblieben bist.

01:12:48: Wenn dir meine Arbeit gefällt dann lasst doch ein Follow da!

01:12:52: Drück Like, kommentiere egal auf welcher Plattform du gerade zuhörst.

01:12:57: das ist für mich eine Riesenhilfe die mir hilft diese Arbeit auch weiterzumachen weiter zu recherchieren und diese ganzen Themen aufzurollen.

01:13:06: Dich kostet das keinen Cent, aber für mich bedeutet es wirklich die Welt.

01:13:10: Ja, hattet ihr schon mal Erfahrungen mit Nahtoderlebnissen?

01:13:13: Wenn das so ist dann schreibt mir gerne in die Kommentare!

01:13:15: Ich freue mich drauf.

01:13:16: ich bin mega neugierig und was denkt ihr dazu?

01:13:20: Bis zum nächsten Mal bei Unter der Oberfläche.

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