Coaching Special: Toxische Positivität

Shownotes

Ich bin Nicole — Hypnose, Rückführungen & Coaching für mehr Selbstwert, Klarheit & Verbindung mit dir selbst. Medizinisch fundiert, spirituell geerdet, menschlich nah.

Mit mir arbeiten — online oder vor Ort Alles, was ich in meiner Praxis anbiete, gibt es auch online: Coaching, Hypnose und Rückführungen. Du brauchst nur einen ruhigen Raum, Kopfhörer und eine stabile Verbindung. Wer lieber persönlich kommt, findet mich in meiner Praxis in Hemer.

Wir starten immer mit einem kostenlosen Erstgespräch, online und maximal 30 Minuten. Da klären wir, ob und wie ich dir helfen kann — unverbindlich.

Termin buchen Website Instagram

Quellen dieser Folge Wood, J. V., Perunovic, W. Q. E. & Lee, J. W. (2009). Positive Self-Statements: Power for Some, Peril for Others. Psychological Science, 20(7), 860–866.

Wegner, D. M., Schneider, D. J., Carter, S. R. & White, T. L. (1987). Paradoxical effects of thought suppression. Journal of Personality and Social Psychology, 53(1), 5–13.

Gross, J. J. & John, O. P. (2003). Individual differences in two emotion regulation processes: Implications for affect, relationships, and well-being. Journal of Personality and Social Psychology, 85(2), 348–362.

Ford, B. Q., Lam, P., John, O. P. & Mauss, I. B. (2018). The psychological health benefits of accepting negative emotions and thoughts. Journal of Personality and Social Psychology, 115(6), 1075–1092.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Unter der Oberfläche.

00:00:03: Schön, dass du da bist!

00:00:04: Mein Name ist Nicole Gottwig ich bin Hypno-Coach um psychologische Beraterin in eigener Praxis Und heute geht es mir um toxische Positivität.

00:00:14: Ich sage gleich ganz deutlich von Anfang an Weil ich bin mir ziemlich sicher das die meisten von euch dieses Wort entweder überhaupt noch niemals gehört haben oder sich nicht so richtig was darunter vorstellen können Dass ich glaube, dass es daran liegt, dass diese beiden Wörter einfach nicht so richtig zusammenpassen wollen.

00:00:34: Wie kann man positiv und toxisch zugleich sein?

00:00:37: Wie soll das zusammen funktionieren?

00:00:40: Genau darum geht's aber heute!

00:00:42: Und ich erkläre euch was das genau ist, warum es überhaupt ein Problem ist und was es mit einem Menschen macht wenn er dauerhaft damit zu tun hat.

00:00:52: Ich habe euch ein paar Beispiele mitgebracht ganz normale Situationen aus dem Alltag Damit ihr Es am Ende jetzt nicht nur kennt dieses Wort, sondern damit ihr es auch wieder erkennt wenn es euch passiert oder auch wenn ihr es selbst macht.

00:01:07: Und ich erzähle euch heute auch ein bisschen was über mich selbst weil ich das worüber wir gleich sprechen.

00:01:13: Nicht nur aus der Praxis kenne, sondern auch aus dem echten Leben!

00:01:17: Bevor wir jetzt richtig rein starten in dieser Rutscheng Folge erstmal eine kurze Triggerwarnung.

00:01:24: Wir sprechen nämlich heute über Trauer und Überverlust direkt in Details, aber wir sprechen drüber.

00:01:31: Und wenn ihr da gerade selbst mittendrin steckt und das heute einfach nicht geht für euch dieses Thema dann hört bitte gerne woanders weiter!

00:01:40: Das ist völlig in Ordnung für alle anderen.

00:01:43: ich freue mich dass ihr dran bleibt.

00:01:45: ja und eins ist mir vorab total wichtig sage ich lieber wirklich direkt am Anfang Heute wird hier niemand von mir an den Pranger gestellt.

00:01:55: Ja, das ist ganz wichtig dass ihr das versteht weil vielleicht kommen da ein paar Sachen dran die ihr schon mal erlebt habt die ihr vielleicht auch schon selbst gemacht habt.

00:02:03: Auch ich nehme mich da nicht raus Weder die Menschen die sowas zu anderen sagen noch ihr falls ihr euch nachher selbst wieder erkennt und Ich sag euch schon Mal Ihr werdet Euch Wieder Erkennen.

00:02:15: ziemlich sicher Da steckt so gut wie nie in eine böse Absicht dahinter, aber lasst uns erst mal reingehen damit wir überhaupt verstehen oder damit ihr jetzt überhaupt versteht wovor nicht eigentlich gerade spreche.

00:02:27: Und noch schnell!

00:02:29: Ihr habt in meiner Story abgestimmt welches Thema als nächstes dran kommen soll.

00:02:34: Das war wirklich ein Kopf und Kopfrennen.

00:02:36: Ein einziges Prozent Wirklich nur eins hat entschieden und deshalb sage ich es direkt Ich mache alle drei Folgen aus meiner Story.

00:02:45: Ich fange jetzt einfach nur mit der toxischen Positivität an, weil die mit einem Prozent gewonnen hat und weil ich das Gefühl habe dass ganz wenig Menschen wirklich verstehen was das bedeutet.

00:02:57: Also fangen wir mal von vorne an!

00:03:00: Das ist ein ziemlich junges Phänomen Nicht die Sache selbst, die gibt es eigentlich schon immer.

00:03:06: Denke ich mal aber ein Name dafür den gibt's noch gar nicht so lange.

00:03:10: das wort des taucht zum ersten Mal Zwei Tausend Elf ungefähr auf und zwar bei einem amerikanischen Autor der heißt Jack Halberstam.

00:03:20: Und richtig bekannt wurde es aber erst zwei Tausendeinzehnte durch eine Therapeuten aus Amerika Whitney Goodman.

00:03:28: Die hat nämlich auf Instagram Grafiken gepostet Links die Sätze, die wir alle so sagen und rechts das ja was man vielleicht stattdessen sagen könnte.

00:03:39: Und das ging viral!

00:03:41: Dann kam die Corona-Pandemie und auf einmal hatten total viele Menschen ein Wort für etwas dass sie eigentlich schon ihr ganzes Leben lang kannten und da gehört wahrscheinlich auch ihr dazu.

00:03:54: Das ist viel mehr wert als es klingt weil über Dinge die keinen Namen haben, über den man kein Wort hat.

00:04:02: Über die kann man ganz schlecht sprechen!

00:04:03: Aber was ist jetzt toxische Positivität?

00:04:07: Es bedeutet... Die Realität soll möglichst immer positiv gesehen werden.

00:04:16: Probleme, die da sind, die werden dann entweder klein geredet oder die werden ins Gegenteil verdreht.

00:04:22: in allem, hast du bestimmt schon mal gehört.

00:04:24: In allem steckt auch immer was Gutes.

00:04:26: alles hat einen Grund wenn sich eine Tür schließt geht eine andere auf und ich weiß wie.

00:04:32: das klingt ja net.

00:04:34: es klingt doch nett ist es doch lieb gemeint Und dass ist es auch fast immer.

00:04:39: aber Es gibt nur mal Momente im Leben Da geht es einem einfach beschissen.

00:04:45: sagen wir's doch Mal auf gut Deutsch Ja und nicht ein bisschen mies sondern Einfach Beschissen sagt man das.

00:04:53: Man sagt, mir geht's gerade nicht gut!

00:04:55: Ich müsste mich vielleicht ein bisschen zurückziehen oder ich bräuchte Hilfe, ich brauche Unterstützung und das kommt dann zurück?

00:05:02: Ach so schlimm ist das doch alles gar nicht.

00:05:04: es gibt Menschen denen es geht viel schlimmer als dir... Und jetzt pass mal auf was da gerade passiert.

00:05:11: Vorher wart ihr traurig Jetzt seid ihr traurig und ihr habt aber auch noch ein schlechtes Gewissen oben drauf weil das was ihr nicht fühlen könnt Das, was man euch da gerade gesagt hat.

00:05:24: Ihr sollt ihr dürft das nicht fühlen?

00:05:26: Es ist scheinbar nicht erwünscht!

00:05:28: Ihr seid also nicht nur getröstet worden sondern ihr habt eine Aufgabe mitbekommen und diese Aufgabe könnt ihr gerade im Moment wahrscheinlich nicht erfüllen.

00:05:37: Du sollst doch wieder positiv sein es sollte doch wieder gut gehen es ist doch alles in Ordnung aus der Sicht der anderen Person.

00:05:44: ja und weil das nicht bei einem mal bleibt ist es halt ein Problem.

00:05:49: Ihr sagt einmal, wie es euch wirklich geht und dann bekommt ihr so einen Satz zurück.

00:05:55: Was macht ihr denn beim nächsten Mal?

00:05:56: Denken wir doch mal weiter!

00:05:57: Das Ende vom Lied ist nämlich... Problem zu werden.

00:06:21: Ihr fangt nämlich an, eure Gefühle wegzudrücken.

00:06:24: Erst nur nach außen, ihnen sind sie noch vorhanden aber irgendwann auch vor euch selbst.

00:06:32: Ihr zieht euch zurück vielleicht nicht dramatisch nur so ein Stückchen weil ihr eben dieses Gefühl im Kopf habt.

00:06:39: die wollen doch gar nicht dass ich jammere, die wollen mich nicht jammern hören.

00:06:43: und weil ihr euch zurückzieht redet ihr auch irgendwann nicht mehr darüber erst Mit nur wenigen und dann irgendwann vielleicht auch mit niemanden mehr.

00:06:54: Und weil ihr mit niemandem darüber redet, wird es ja nicht leichter!

00:06:58: Nein im Gegenteil das ist glaube ich jedem ganz klar... Es wird schwerer und weil's schwerer wird habt ihr noch weniger Lust es jemand zu erzählen.

00:07:07: Das ist also eine Abwärtsspirale und jetzt muss ich euch in dem Zug was über mich selbst erzählen.

00:07:15: Ja und das ist ziemlich offen bitte verwendet es nicht gegen mich Ich vertraue euch da.

00:07:21: Ich bin so aufgewachsen, dass Gefühle nicht so wichtig waren und das sage ich jetzt ganz vorsichtig weil mir hat niemand was vorgeworfen.

00:07:30: Das ist jetzt kein Vorwurf an meine Familie.

00:07:32: es hat niemand zu mir gesagt du darfst nicht traurig sein um Gottes Willen aber es wurde nicht so bemerkt Nach meinem Gefühl nicht so gerne gesehen, es war einfach nicht so wichtig.

00:07:45: Schön wars aber immer wenn ich ein glückliches Kind war.

00:07:48: das habe ich gespürt.

00:07:49: Ich hab gespürt Wenn ich glücklich war waren die anderen um mich herum glücklich und wenn ich Schmerzen habe traurig bin mir weh getan habe.

00:07:58: Dann wurde das entweder Nicht so gesehen oder es war Einfach nicht wichtig.

00:08:03: ja und Kinder sind nicht doof kinder kriegen sowas sofort mit Und ich habe dann Fühler entwickelt, ich hab gelernt zu erkennen was gerade gebraucht wird oder was gewünscht ist und dann habe ich mich auch so verhalten.

00:08:16: Das habe ich sehr lange gemacht!

00:08:19: Dann kam die Rebellion – ich war furchtbarer Teenager das würde meine Mutter sicherlich sofort so bestätigen.

00:08:26: ja und als es dann vorbei war, somit neunzehnzwanzig meiner Meinung noch ein bisschen spät aber nach dieser rebellischen Phase da war ich einfach leer.

00:08:38: Ganz ehrlich, ich hatte keinen Spaß mehr.

00:08:42: Das Verrückte ist aber... das hat kein Mensch gemerkt!

00:08:45: Ich war tagsüber in der Praxis arbeiten, abends war ich in der Disco und habe in der Billiardhalle gejobbt.

00:08:51: Ich war gut drauf.

00:08:53: Für alle anderen war ich die Lustige so wie immer eigentlich.

00:08:57: Und dann saß ich abends da und hab mich aber gefragt Warum geht es dir eigentlich so schlecht?

00:09:03: Du hattest doch einen tollen Tag Es war doch ein Supertag heute Und irgendwann habe ich gemerkt, dass jedes Lach vor mir gar kein echtes Lachen mehr war.

00:09:13: Und geweint habe ich dann auch nicht mehr!

00:09:15: Ich war taub und das ging ein paar Jahre so.

00:09:20: Obwohl ich es eigentlich am Anfang gesagt hab – ich hab am Anfang noch gesagt Mensch zu meinen Freunden, zu meinen Eltern mein Leben das kommt mir so sinnlos vor.

00:09:30: Arbeiten essen schlafen arbeiten essen schrafen immer das gleiche.

00:09:37: soll das jetzt noch vierzig, fünfzig Jahre so weitergehen.

00:09:41: Und ich hab da versucht rüber zu sprechen und dann von weiseren Menschen eine Antwort zu bekommen.

00:09:47: Dann habe ich mit genau diesen Fühlern, die ich ja als Kind entwickelt hatte, habe ich gerade erzählt ... Mit denen habe ich dann gespürt, dass will eigentlich keiner hören!

00:09:58: Die wollen eigentlich diesen lustigen positiven Menschen wiederhaben, der ich immer vorher war.

00:10:03: Irgendwann habe ich da noch komplett aufgehört irgendwas zu erzählen.

00:10:09: Und mit einundzwanzig, zwanzig dann so ungefähr da habe ich mir dann Hilfe geholt.

00:10:12: Ich bin zu einem Therapeuten gegangen und da ist dann was passiert dass sich bis heute eigentlich nicht vergessen hab.

00:10:20: Da wollte zum ersten mal jemand wirklich hören wie es mir geht.

00:10:24: Nicht nur das ich es sagen durfte sondern Es war sogar erwünscht und ich sage ganz ehrlich Das war eines der schönsten Gefühle in dieser ganzen Zeit, denn ich habe ja sowieso nicht viel gefühlt.

00:10:37: Aber ich hab bemerkt hey!

00:10:38: Der Mensch hört mir wirklich zu und er nimmt mich wirklich ernst.

00:10:42: Es ging nicht darum dass mir jemand helfen möchte weil es schon bewusst ist das auch die anderen Menschen mir eigentlich helfen wollten.

00:10:49: aber dieser Mensch hat mir zugehört.

00:10:53: Mehr war das gar nicht Und mehr braucht es auch oft überhaupt nicht.

00:10:59: Den Satz merkt euch mal, weil da komme ich am Ende noch einmal drauf zurück.

00:11:05: Machen wir das jetzt mal konkret?

00:11:06: Also ich habe jetzt vier Situationen und zu jeder sage ich euch dann auch ein bisschen was stattdessen vielleicht auch geklappt hätte und vielleicht sogar besser gewesen wäre.

00:11:17: Was ist ziemlich nutzlos wenn man sagt ne, dass es nicht gut aber dann nichts sagt was soll der andere denn stattdessentun?

00:11:24: ja was möchte ich nicht.

00:11:26: deswegen gebe ich euch hier konkrete Beispiele mit.

00:11:30: Also, Beispiel Nummer eins nenne ich jetzt mal der Flur.

00:11:34: Ihr trefft irgendjemandem auf den Flur und wie geht's?

00:11:39: Und ausnahmsweise sagt der andere jetzt mal nicht gut danke und dir sondern er sagt ehrlich gesagt geht es mir ein bisschen mies gerade.

00:11:49: und dann kommt von dir vielleicht ach das wird schon ist ja auch Montag und man geht weiter!

00:11:57: Das ist die häufigste Form von allen Diese Floskel.

00:12:04: Hi Navigates, hi gut danke und dir auch gut super!

00:12:11: Ich bin sage ich ehrlich kein Fan von Smalltalk Obwohl das auch seine Daseinsberechtigung hat und dass auch in Ordnung ist weil es zum gesellschaftlichen Leben gehört Und das zeigt Integrität und so weiter.

00:12:24: und sofort ist ja wurscht.

00:12:27: Aber wenn jemand dann sagt Es geht ihm nicht gut Dann sollte man hellhörig werden.

00:12:34: Das Traurige daran ist, der andere hat gerade was riskiert.

00:12:38: Er hat sich nämlich verwundbar gemacht!

00:12:43: Er hat die Standardantwort weggelassen und das hat er weggelassen.

00:12:50: Das ist eine kleine Tür, die da eigentlich für dich aufgeht.

00:12:55: Was stattdessen gegangen wäre, das ist eigentlich fast lächerlich einfach.

00:13:01: Nämlich stehen bleiben... Was ist denn los?

00:13:07: Zwei Sekunden länger stehen bleiben.

00:13:09: Mehr ist es gar nicht!

00:13:12: Liebe Erdigung, ihr steht vor jemandem der gerade einen Menschen verloren hat ja und ihr müsst irgendwas sagen das ist uns klar.

00:13:19: wir können nicht da nur stehen und gucken er hattest jetzt besser da wo er ist.

00:13:26: wenigstens musste sie nicht lange leiden.

00:13:29: Sie hatte doch ein schönes langes Leben.

00:13:32: Und ich sage das jetzt mit so einem kleinen Lächeln, weil seien wir doch mal bitte ehrlich.

00:13:36: Wir alle kennen diese Floskeln oder?

00:13:38: Wir kennen die doch alle und wir meinen sie doch auch alle eigentlich gut!

00:13:42: Und alle drei sind auch freundlich gemeint und alle drei machen ja dasselbe.

00:13:47: Sie erklären dem Trauernden warum er eigentlich gar nicht traurig sein muss.

00:13:53: Aber der Mensch der davor euch halt steht Der trauert ja nicht um eine Bilanz.

00:13:59: Er hatte einen Menschen verloren, der nicht mehr existiert.

00:14:04: Und jetzt kommt das Wichtigste!

00:14:06: Ihr müsst gar nichts sagen... Das ist die Wahrheit, die uns nämlich keiner beibringt.

00:14:12: Wer bringt uns denn bei wie wir mit solchen Situationen umgehen?

00:14:15: Das ist doch heutzutage überhaupt nicht präsent.

00:14:18: Wir glauben, wir müssen immer eine Antwort haben und wir müssen doch sagen es ist doch alles gut und auch sei doch froh, obwohl wir eigentlich gar keine Antwort haben.

00:14:27: In Wahrheit haben wir nämlich gar keine Anford.

00:14:30: Es gibt Da drauf keine.

00:14:31: Wir können dieses Problem für diesen Menschen nicht lösen, aber was wir können ist Mensch sein und da sein.

00:14:40: Daneben stehen eine Hand auf den Arm einfach nur aushalten das es dem anderen gerade nicht gut geht diese Stille aushalten.

00:14:51: Und wenn ihr etwas sagen wollt dann sagt doch einfach die Wahrheit.

00:14:55: Sag doch gerne sei authentisch sag doch gerne.

00:14:59: Ich bin gerade so betroffen, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

00:15:02: Und ihr werdet wirklich merken die Menschen die verstehen das ja und meistens zeigen sie euch dann sogar was sie brauchen in diesem Moment.

00:15:12: Der beste Satz von allen den ich liebe der funktioniert fast überall den kannst du eigentlich immer sagen Was brauchst Du grade von mir?

00:15:22: Weil Damit hörst du auf zu raten und du fängst an zu fragen.

00:15:27: Jeder Mensch trauert anders, jeder Mensch geht anders mit Schicksalsschlägen um.

00:15:33: Deswegen sei doch einfach so offen und frag einfach gerade raus was brauchst du grade?

00:15:38: Wie kann ich dir helfen dass es dir jetzt gerade in diesen Moment besser geht?

00:15:42: und womöglich sagt der Mensch Du kannst mir nicht helfen Dann ist das in Ordnung!

00:15:49: Dann ist es auch in Ordnungen einfach nichts zu tun.

00:15:53: Ja dann gibt's Noch ein anderes Szenario.

00:15:57: Die Mutter eines Kind seit Monaten kaum schlafen, das kenne ich auch von meinem Sohn und meinem Ältesten.

00:16:06: Und sie sagt dann einmal laut was sich schon ganz lange denkt.

00:16:10: Das passiert sowieso schon länger nicht mehr so weil sich kaum noch Menschen trauen authentisch einfach die Wahrheit zu sagen.

00:16:19: Sie sagt nämlich vielleicht Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende.

00:16:24: Und dann kommt genießt doch die Zeit!

00:16:26: Die geht so schnell vorbei!

00:16:28: Ja dieser eine Satz der ist wirklich besonders gemein und zwar weil es ja stimmt Es ist die Wahrheit.

00:16:34: diese Zeit geht schnell vorbei.

00:16:36: das kann ich dreimal bestätigen.

00:16:38: und das ist aber genau der Grund warum es diesen Satz eigentlich gar nicht geben sollte Weil er is unangreifbar.

00:16:47: Was soll der andere denn tun?

00:16:48: Denn er spürt Es geht mir aber nicht gut.

00:16:51: Ich bin nun mal am Ende, ich kann nicht mehr und er steckt in der Zwickmühle denn er kommt da nicht mehr

00:16:57: raus.".

00:16:59: Sie hat ja gar nicht nach einer Einordnung gefragt die Mama noch?

00:17:02: Sie hat gesagt dass sie am Ende ist!

00:17:05: Sie hat nicht gefragt wie schnell geht die Zeit vorbei und is mein Kind nicht toll.

00:17:08: Und sie hat ja nicht gesagt das ihr nicht die Zeit mit ihrem Kind genießt.

00:17:12: Sie hat nur gesagt es ist am Ende.

00:17:15: Und was ihr dann zurückbekommt... Ja, die Information dass ihr das gerade falsch fühlt.

00:17:20: Also das was sie fühlt soll falsch sein und dann liegt sie abends wach und denkt vielleicht andere schaffen das auch mit mir stimmt doch irgendwas nicht.

00:17:32: ich bin verkehrt.

00:17:33: das was sich fühle das darf nichts sein.

00:17:36: ja und wenn ihr nah dran seid soll ich samstag zwei stunden auf die kleine aufpassen.

00:17:41: wäre das nicht besser?

00:17:43: Das klingt als wärst du wirklich am ende.

00:17:46: tut mir leid brauchst du Hilfe.

00:17:50: Das macht auch den Unterschied zwischen jemandem, der die Situation umdeutet und so tut der Mensch, der da ist.

00:17:57: Der darf das gar nicht fühlen was er führt und jemanden der wirklich Erleichterung für den Menschen verspricht ja?

00:18:06: Und dann gibt es noch die tolle Manifestationsbubble, die mich langsam ein bisschen sauer auch macht und das heißt nicht dass Manifestion überhaupt nicht funktioniert.

00:18:18: Gehen wir trotzdem mal rein und jetzt gehe ich mal in mein eigenes Haus rein.

00:18:23: Ihr wisst, Ich arbeite auch spirituell?

00:18:27: Ich stehe auch dazu!

00:18:29: Ich glaube an eine Menge Dinge die man nicht messen kann noch nicht mess'n kann Und genau deshalb darf das jetzt hier auch sein und deswegen ist es okay jetzt darüber zu sprechen.

00:18:40: Es gibt in dieser Welt ne eigene Form von toxischer Positivität Und die ist wirklich besonders schwer zu erkennen.

00:18:47: Ja, weil sie so schön klingt einfach!

00:18:50: Achte auf deine Schwingung.

00:18:51: du ziehst das an was Du ausstrahlst Sprich das nicht aus sonst manifestierst Du das.

00:18:57: und bei dem letzten müssen wir mal wirklich kurz stehen bleiben Weil das... Das ist ein Redeverbot und da sagt jemand zu einem Menschen dem es schlecht geht Wenn Du aussprichst wie's dir geht Dann machst du es damit wahr.

00:19:15: Also schweigt der Mensch klar, schweig der Mensch und zwar nicht weil er sich nicht traut sondern weil er Angst hat!

00:19:21: Weil er glaubt über den Schaden anrichten mit dem was er sagt.

00:19:24: Und dann kommt der zweite Teil Wenn's funktioniert hat... ...dann warst die Methode Was ist wenns nicht funktioniert hat?

00:19:34: Dann bist du nämlich selber schuld, ne?

00:19:36: Dann wart deine Schwingung noch nicht hoch genug Dann hast du nicht fest genug geglaubt merkt ihr Der Erfolg, der gehört der Methode.

00:19:47: Aber der Misserfolg, der gehört dir als Menschen?

00:19:51: Ja und dann kommt zu allem was jemand ohnehin schon mit sich so rum trägt.

00:19:54: noch eine andere Frage oben drauf.

00:19:57: Habe ich das selbst verursacht?

00:20:00: Und da sage ich euch als jemand, der in dieser Welt Zuhause ist denn nicht Arbeitermitmanifestation?

00:20:06: Da müssen wir wirklich sehr aufpassen.

00:20:09: Positives Denken Das ist ein Werkzeug Aber das ist keine Schuldfrage, ja?

00:20:14: Und jetzt schau noch mal hin.

00:20:15: Wir haben hier jetzt vier Situationen und in keiner einzigen war irgendjemand böse.

00:20:22: Alle wollten eigentlich nur helfen und das ist aber auch was es für den Betroffenen so schwer macht denn es gibt ja keinen Angriffspunkt, ja!

00:20:32: Du kannst nirgendwo eingreifen und irgendwie sagen was nicht in Ordnung war weil du gar nicht greifen kannst was da nicht in ordnung war.

00:20:40: Du spürst aber dass es dir nicht gut geht damit.

00:20:43: Aber letztendlich wollten alle helfen und die, die nicht helfen wollten waren einfach nur überfordert.

00:20:49: Da steht nämlich jemand vor einer Situation, die er einfach gar nicht lösen kann und irgendwas muss man ja sagen.

00:20:56: Und dann kommt das was man kennt ne?

00:20:59: Und da nehme ich mich selbst ja gar nicht raus!

00:21:02: Das passiert einfach weil wir so erzogen werden, weil wir leben ganz oft weil das Gesellschaft auch vielleicht so verlangt.

00:21:12: Und trotzdem ist jedes Mal jemand aus diesem Gespräch rausgegangen, mit weniger als er eigentlich reingebracht hat.

00:21:19: Toxische Positivität braucht keinen schlechten Menschen!

00:21:24: Die braucht jemanden der es einfach nicht aushält was da gerade passiert.

00:21:28: Ja und jetzt damit ihr auch seht dass ich euch hier kein Quatsch erzähle Ganz kurz mal zu ein paar Studien.

00:21:37: Ich mache das in meinem Groben.

00:21:38: Ihr müsst euch keine Namen merken, das reicht wirklich jetzt hier so die grobe Umrisse zu haben.

00:21:44: Wer nachlesen will da kann es gerne einen Show-Notes machen.

00:21:47: wenn ihr euch weiter damit beschäftigen wollt schaut einfach unten rein.

00:21:53: Also wir haben einmal den weißen Beeren Ja!

00:21:57: So heißt's!

00:22:07: Und das ist eines meiner Lieblingsdinge, die ich in meiner Praxis benutze.

00:22:12: Kurz am Rande und wieder zurück.

00:22:14: Denken Sie in den nächsten Minuten nicht an den weißen Beeren!

00:22:19: Ihr könnt euch vielleicht denken was passiert ist oder?

00:22:22: Ihr habt gerade genau das im Kopf obwohl ich Euch doch gesagt habe ihr soll es bitte nicht machen.

00:22:28: Das ist genauso wie beim Abnehmen.

00:22:31: ganz oft hab' ich das auch in meiner praxis.

00:22:34: Denk bitte nicht an Essen.

00:22:37: was passiert, du denkst an Essen ist doch völlig klar.

00:22:41: Die Leute die nicht an den Bernen denken sollten, die dachten noch viel häufiger an den Bern als die, die daran denken durften wo das völlige in Ordnung war.

00:22:51: und als sie dann wieder durften kam er aber verstärkt zurück.

00:22:56: also es wurde nicht weniger sondern es wurde noch mehr!

00:22:59: Ist das nicht verrückt?

00:23:01: Also da siehst Du unter Drückung ist nicht neutral.

00:23:05: Sie produziert genau das, was du eigentlich verhindern willst.

00:23:10: Kann man auch gut zur Manipulation benutzen?

00:23:13: Nur mal so als Information wenn ihr mal wieder ein Verkäufer vor der Tür habt und jetzt ersetzt dir den Beeren mal durch Angst.

00:23:22: Durch Trauer, durch Wut, durch was du willst!

00:23:27: Und was dein Körper dabei macht... Das ist der zweite Punkt hier.

00:23:33: Der ist mir mit meinem medizinischen Hintergrund wirklich, wirklich wichtig.

00:23:38: Ja?

00:23:40: Wenn ihr ein Gefühl habt und es nicht zeigt dass ihr dieses Gefühl habt ja dann beruhigt sich euer Körper dabei nicht.

00:23:50: die Erregung die geht nicht unter im Gegenteil die geht hoch.

00:23:54: Lächeln kostet in dem Moment Energie Die spart keine Energie.

00:23:58: wenn du lachst aus tiefster Seele aus Tiefstem Herzen Dann bekommst Du Energie.

00:24:04: aber wenn du lächelst weil du musst Dann kostet es dich Energie.

00:24:09: Und der zweite Befund, das ist der, der mich am meisten getroffen hat – wer negative Gefühle nämlich wegdrückt?

00:24:16: Der drückt auch die Positiven mit weg!

00:24:18: Das Ventil, das hat keinen Filter.

00:24:20: Ihr könnt nicht selektiv betäuben.

00:24:22: also ihr könnt betäumen.

00:24:24: Dann ist alles betäubt.

00:24:26: Ist wie in der Praxis mit einem Lokal-Anesthetikum wenn ich auf diese Stelle spritze Dann ist das Ganze real betäubt.

00:24:33: Ich kann nicht sagen nur hier bitte, nur die linke Seite nein!

00:24:36: Das geht nicht.

00:24:37: Ja und dann kommen wir weiter zu den Affirmationen.

00:24:40: Ist auch total interessant.

00:24:42: Zwei-tausendneun war das.

00:24:44: da gab es eine Studie in Kanada.

00:24:46: Menschen sollten sich vier Minuten lang immer wieder einen Satz sagen und zwar ich bin ein liebenswerter Mensch.

00:24:53: Bei Menschen mit guten Selbstwert hat das ein bisschen geholfen und nicht viel aber schon Bei Menschen mit schlechten Selbstwert aber, also genau bei denen für die eigentlich solche Sätze jetzt gedacht sind.

00:25:07: Da ging es hinterher noch schlechter als vorher.

00:25:11: und warum ist das so?

00:25:14: Warum isst das

00:25:15: so?!

00:25:15: Sie mussten aufschreiben was ihnen dabei durch den Kopf ging und bei Ihnen stand dann genauso oft einfach auch das Gegenteil!

00:25:24: Bin ich das wirklich?

00:25:27: Bin ich liebenswert?

00:25:28: Wann war ich denn dass... Zuletzt.

00:25:32: Wann war ich zuletzt liebenswert?

00:25:35: Und da war doch diese eine Sache, die zeigt das sich gar nicht liebendswert bin!

00:25:39: Der Satz hat also keine Bestätigung ausgelöst sondern er hat ja ne Beweisaufnahme ausgelösst.

00:25:46: Da ist im Hirn was angegangen Was versucht hat Das Denken was wirklich da is und den Satz Im Einklang zu bringen.

00:25:56: Und dass erlebe ich in meiner Arbeit genauso und zwar tagtäglich das Unterbewusstsein, dass nimmt einen Satz nicht an.

00:26:04: Einfach nur weil er schön ist sondern es prüft ihn.

00:26:08: und deshalb arbeite ich nicht mit.

00:26:09: Ich bin vollkommen frei von Angst Sondern ich arbeite mit Sätzen die man nicht widerlegen kann.

00:26:14: Ich lerne gerade ruhiger zu werden zum Beispiel Dann gibt's eine gute Nachricht!

00:26:25: Und das waren über tausend Menschen.

00:26:28: Die Frage war Was passiert mit Menschen, die ihre negativen Gefühle einfach annehmen statt sie zu bewerten?

00:26:35: Da verweise ich noch mal auf Carl Gustav Jung.

00:26:38: Ich habe eine Folge über ihn gemacht.

00:26:41: Der ist da ganz tief reingegangen.

00:26:44: Was es passiert?

00:26:46: Bessere psychische Gesundheit mehr zur Friedenheit weniger Angst weniger depressive Symptome.

00:26:53: und hör mal genau hin was dann nicht steht.

00:26:56: das steht nämlich nicht denk negativ Zuhl dich in deinem Schmerz.

00:27:02: Da steht, bewerte es nicht!

00:27:06: Das macht den Unterschied.

00:27:08: Jetzt kommen wir mal zu einem Teil der auch interessant ist nämlich den Teil wo ich persönlich aus meiner Erfahrung sprechen kann.

00:27:16: Nämlich wie's in meiner Praxis aussieht Wenn jemand jahrelang so gelebt hat dass er seine Gefühle ja Nicht wahrnimmt oder unterdrückt.

00:27:26: manche die sagen das direkt Ja sie sagen direkt zu mir Ich fühle gar nichts mehr.

00:27:32: Aber die meisten, die sagen das gar nicht!

00:27:34: Die meisten merken es gar nicht.

00:27:36: Die sitzen da und in ihnen drin steckt eigentlich eine ganze Menge.

00:27:42: Aber diese ganzen Mengen kriegen sie nicht mehr raus.

00:27:46: Sie haben verlernt zu weinen.

00:27:48: Und das ist noch der Teil den man weg erklären kann.

00:27:51: Man könnte sagen ich bin halt nicht so nah am Wasser gebaut aber... ...sie lachen auch nicht mehr.

00:27:58: Also doch, sie lachen schon?

00:28:00: an den richtigen Stellen, im richtigen Moment.

00:28:02: Da kommt dann auch ein Lachen aber es ist kein Lachen aus dem Innenherrhaus.

00:28:07: das ist ein Automatismus den sie gelernt haben.

00:28:11: da geht was auf im Gesicht aber dahinter passiert nichts.

00:28:16: sicherlich kennt ihr das wenn jemand so lacht aber ohne ja ohne es zu fühlen.

00:28:23: und ich glaube dass ist eigentlich der traurigste Teil an der ganzen Sache weil dieser Mensch Der hat nichts falsch gemacht, der hat einfach nur genau das getan was man ihm gesagt hat.

00:28:33: Nicht so negativ sein nicht zu viel jammern zusammenreißen und er hat es ja auch noch geschafft.

00:28:39: und jetzt kommt er auch an das gute nicht mehr dran.

00:28:42: wie lange dauert es jetzt da wieder rauszukommen wenn das einmal soweit gekommen ist dass du numb bist dass du komplett taub bist dich nicht mehr spürst.

00:28:51: das ist total unterschiedlich.

00:28:54: bei jungen menschen geht das oft schneller.

00:28:57: Jemand ist Anfang zwanzig, zwei drei Sitzungen vielleicht ein, zwei Monate und dann ist da wieder was.

00:29:03: Weil das noch nicht so festgetreten ist.

00:29:06: aber je älter jemand wird oder je länger er so gelebt hat desto härter wird es!

00:29:12: Und das sind dann meistens so Kopfmenschen.

00:29:14: die haben irgendwann gelernt statt zu fühlen benutze ich lieber einfach meinen Kopf und denke logisch und das ist ja nicht falsch der Kopf is super Ich will ja meinen auch nicht abgeben, wir brauchen den alle.

00:29:28: Aber es sollte beides da sein und wenn Jahrzehnte lang nur das eine benutzt wird dann wird das andere einfach leiser weil der Körper merkt hey das ist gar nicht so relevant.

00:29:39: und irgendwann läuft dann alles nur noch auf Autopilot.

00:29:42: Ja und das wirkt von außen übrigens Nicht krank im Gegenteil ne?

00:29:47: So jemand gilt nämlich als vernünftig, als besonnen Der macht keine Szene Und innen läuft alles eigentlich nur noch auf Automatik.

00:29:55: Es bemerkt keiner, da wieder rauszukommen, rein ins Fühlen, rein in die Intuition – das kann Monate dauern!

00:30:03: Ja und woran merkt man denn dann dass sich überhaupt was löst?

00:30:06: Dass es wieder besser

00:30:07: wird?!

00:30:08: Ich sag meinen Klienten nach jeder Sitzung dasselbe schreibt mir in den nächsten Tagen mal was ihr merkt weil Es ändert sich immer was anderes.

00:30:18: Nur meistens nicht da, wo man das gerade erwartet.

00:30:21: Die Leute rechnen mit einem großen Moment.

00:30:24: Aber das ist nicht der große Moment, wo du es als erstes merkst.

00:30:27: Was kommt sind erst die Kleinigkeiten.

00:30:29: Eine Situation, die du schon hundertmal erlebt hast aber diesmal reagierst du auf einmal anders.

00:30:35: Meistens merkt man's dann erst hinterher so nach dem Muttermoment war.

00:30:41: Sonst hab ich doch immer ja gesagt oder... Da is ne Grenze!

00:30:45: Das will ich eigentlich gar nicht.

00:30:47: Das haben sie vorher gar nicht mehr gespürt, dass sie das eigentlich gar nichts wollen.

00:30:51: und dann sagt jemand zum ersten Mal seit Jahren, nee danke heute nicht!

00:30:55: Ich brauche die Zeit heute mal für mich.

00:30:58: Ja manchmal ist es auch einfach, dass jemand wieder weint wenn's ihm schlecht geht ohne sich dafür zu entschuldigen, ohne die Tränen wegzuwischen, ohne Entschuldige zu sagen.

00:31:11: Eine Klientin, die hat mir vor kurzem geschrieben den Satz vergesse ich nie mehr.

00:31:15: Ich liebe das!

00:31:15: Das macht mich so glücklich an diesem Beruf.

00:31:18: Sie hat mir geschrieben sie hatte am Wochenende mit ihrer Freundin so einen richtigen Lachflash und dann kamen die Nachricht.

00:31:25: ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte mal so gelacht habe.

00:31:29: ja und da ist er wieder dieser Zusammenhang diese Frau die ist nicht zu mir gekommen weil sie zu wenig lacht.

00:31:36: Die kam eigentlich wegen was ganz anderen.

00:31:39: aber Als das Weinen wieder durfte, kam halt auch das Lachen zurück und deshalb sage ich euch ihr könnt das gar nicht voneinander trennen.

00:31:47: Das ist ein System in uns!

00:31:49: Und wenn ihr eine Seite abstellt von dem System dann lässt sich das nicht verhindern dass ihr beide Seiten abstellt.

00:31:59: was kannst du jetzt tun?

00:32:01: Ja, das ist der Teil für den die meisten von euch wahrscheinlich wirklich hier sind.

00:32:07: Wenn ihr derjenige seid, dem das gesagt wird.

00:32:10: Dann kann ich nur ganz laut sagen lasst eure Gefühle zu und zwar alle.

00:32:15: Es ist in Ordnung traurig zu sein es ist in ordnung über vorder zu sein sauer zu sein Und es ist auch in Ordung dass leben manchmal einfach scheiße zu finden.

00:32:24: Das Leben besteht aus ups und downs.

00:32:26: das ist einfach so.

00:32:27: es gibt tag und nacht es gibt sommer und winter und es gibt trauer und Freude und Sobald eins von beiden fehlt Es ist einfach nicht mehr natürlich.

00:32:37: Ich glaube ja persönlich, dass die Natur keine Fehler macht.

00:32:40: das ist meine tiefe Überzeugung.

00:32:43: da darf auch jeder gern anderer Meinung sein.

00:32:45: es ist in Ordnung für mich aber das ist keine Glaubensfrage.

00:32:48: negative Gefühle.

00:32:49: die haben nämlich eine Aufgabe Angst Wahnt dich!

00:32:54: Wut zeigt an, dass eine Grenze überschritten wurde.

00:32:57: Traurigkeit ist ein Signal nach außen.

00:32:59: Traorigkeit sagt nämlich anderen Komm her ich brauch dich gerade Ja.

00:33:03: und genau deshalb is es ja so bitter wenn ausgerechnet darauf dann so'n Satz kommt Das Gefühl ruft nach Menschen Und was zurückkommt?

00:33:12: Ist ne Formel.

00:33:15: Man wird einfach immer zum Kopfmenschen degradiert Wenn ihr jetzt derjenige seid, der nicht weiß was er sagen soll.

00:33:23: Ihr müsst im anderen nichts reparieren!

00:33:26: Ihr müsst überhaupt nichts lösen – das ist ja auch gar nicht eure Aufgabe.

00:33:29: Ihr musst auch nicht auf Teufelkommen raus sagen dass alles wieder gut wird und dass alles ein Happy End hat.

00:33:34: Denn das können wir alle gar nicht wissen.

00:33:36: es ist völlig in Ordnung einfach nur da zu stehen, dazu sein und nichts zu sagen.

00:33:43: Und wenn ihr etwas sagen wollt dann fragt vielleicht Was brauchst du gerade von mir?

00:33:49: Wie kann ich dich unterstützen?

00:33:51: Willst du reden oder willst du in Ruhe gelassen

00:33:54: werden?".

00:33:55: Und wenn ihr wirklich nicht wisst, überhaupt nicht wisste wie er reagieren sollt.

00:34:02: Dann sagt das doch einfach!

00:34:03: Ich bin gerade so betroffen...ich weiß gar nicht was sich grade sagen soll.

00:34:09: Die Menschen verstehen das.

00:34:11: zum Großteil verstehen sie das und die meisten die sagen euch dann sogar Ja, was ihnen gerade hilft.

00:34:19: Ihr dürft jederzeit auch sagen ich glaube da braucht es mehr als mich und jemandem raten zum Psychiater zum Arzt zum Coach zu gehen.

00:34:29: das ist kein abschieben dass ist einfach nur ehrlich und ich glaube das ist das was die Menschen in diesem moment wirklich brauchen.

00:34:35: sie brauchen dich und deine ehrlichkeit.

00:34:38: die brauchen euch und eure ehrlichkeit euch selbst.

00:34:42: sag bitte nicht ich sollte nicht so traurig sein sondern sagt Ich bin traurig.

00:34:48: Und dann lass doch diesen Satz einfach so stehen!

00:34:52: Kein Aber, kein Sollte, kein Anderer.

00:34:54: haben's schlimmer... Ihr müsst euch nicht verstellen damit irgendjemand ja euch schöner sieht in einem schöneren Licht zieht oder euer Leben schöner aussieht als es vielleicht gerade ist.

00:35:06: Es ist in Ordnung ihr selbst zu sein und nein das is kein Freibief zum Jammern.

00:35:12: ein Gefühl anzunehmen das heißt ja nicht darin wohnend zu bleiben.

00:35:16: Im Gegenteil, was angenommen wird zieht durch.

00:35:21: Was bekämpft wird bleibt der weiße Bär wieder und ich habe mal so einen coolen Satz gehört als Teenager und er ist so hängen geblieben.

00:35:30: Der ist so besonders dass sich ihn heute mit vierzig immer noch weißt.

00:35:35: Wenn du durch die Hölle gehst dann musst du weitergehen denn nur wenn du weitergehst kommst du irgendwann am anderen Ende auch wieder raus.

00:35:43: Wenn du stehen bleibst, verweilst du noch viel länger in der Hölle.

00:35:47: Man sollte durch den Schmerz

00:35:49: durchgehen.".

00:35:51: Ich habe euch vorher gesagt ihr sollt euch mal einen Satz merken!

00:35:56: Das Schönste an dieser Therapie damals bei mir persönlich das war nicht dass mir jemand geholfen hat es war das mir jemand zugehört hat und ihr könnt das.

00:36:06: Ihr braucht dafür keine Ausbildung ihr müsst nur zwei Sekunden länger stehen bleiben und ehrlich fragen wie's dem anderen geht ein offenes Ohr haben und dann die Antwort einfach aushalten, annehmen.

00:36:22: Ernst nehmen!

00:36:25: Ich habe nicht alle Antworten aber ich stelle die richtigen Fragen.

00:36:30: Die beiden anderen Themen aus der Umfrage, die kommen die nächste Zeit das hab' ich euch versprochen Das mache auch.

00:36:37: Und alle Studien von heute die stehen in den Show Notes damit ihr das nachlesen könnt wann immer ihr möchtet falls ihr euch weiter mit diesem Thema toxische Positivität beschäftigen wollt und nicht einfach nur glauben müsst, was ich euch gerade erzählt hab.

00:36:52: Passt bitte auf euch auf!

00:36:54: Passt vor allem auf die auf, die immer sagen es geht ihnen gut ja?

00:36:59: Danke fürs zuhören, bitte gerne abonnieren folgen kommentar schreiben all das ist für euch eine kleinigkeit es kostet euch nichts es sind nur kleine klicks.

00:37:09: für mich bedeutet dass unglaublich viel denn so kann ich meine arbeit weiter machen.

00:37:14: danke fürs zu hören Eure Nicole.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.