Warum wir Angst lieben
Shownotes
Nicole Gotwich – Hypno- und Atemcoach und psychologische Beraterin. Medizinisch fundiert, spirituell geerdet, menschlich nah.
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Quellen:
Andersen, M. M., Schjoedt, U., Price, H., Rosas, F. E., Scrivner, C. & Clasen, M. (2020). Playing With Fear: A Field Study in Recreational Horror. Psychological Science, 31(12). Kerr, M., Siegle, G. J. & Orsini, J. (2019). Voluntary arousing negative experiences (VANE): Why we like to be scared. Emotion, 19(4). Scrivner, C. (2021). The psychology of morbid curiosity: Development and initial validation of the Morbid Curiosity Scale. Personality and Individual Differences, 183. Scrivner, C., Johnson, J. A., Kjeldgaard-Christiansen, J. & Clasen, M. (2021). Pandemic practice: Horror fans and morbidly curious individuals are more psychologically resilient during the COVID-19 pandemic. Personality and Individual Differences, 168. Clasen, M. (2017). Why Horror Seduces. Oxford University Press. Nesse, R. M. (2005). Natural selection and the regulation of defenses: A signal detection analysis of the smoke detector principle. Evolution and Human Behavior, 26(1). Barrett, J. L. (2000). Exploring the natural foundations of religion. Trends in Cognitive Sciences, 4(1). Tandy, V. & Lawrence, T. R. (1998). The ghost in the machine. Journal of the Society for Psychical Research, 62. Altmann, J. (2001). Acoustic weapons – a prospective assessment. Science & Global Security, 9(3). Fiorillo, C. D., Tobler, P. N. & Schultz, W. (2003). Discrete coding of reward probability and uncertainty by dopamine neurons. Science, 299. Lovecraft, H. P. (1927). Supernatural Horror in Literature. Houdini, H. (1924). A Magician Among the Spirits.
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00:00:04: Unser Gehirn hat über Millionen Jahre ein Alarmsystem entwickelt und wir nutzen das aus.
00:00:10: Wir bezahlen Eintritt, damit uns jemand Angst einjagt!
00:00:13: Wir sitzen nachts um zwei Uhr vor dem Fernsehen und schauen uns Horrorfilm an, manche schlafen mit Geschichten über Serienmörder ein und weder andere fahren an Orte, an denen es angeblich spuckt – und all das tun wir freiwillig.
00:00:27: Aber warum zur Hölle machen wir das überhaupt?
00:00:31: Darum geht's heute.
00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei Unter der Oberfläche.
00:00:38: Schön, dass ihr heute mit dabei seid!
00:00:41: In der letzten Folge da ging es um Menschen die sich zu Straftätern hingezogen fühlen.
00:00:47: Wer diese Folge noch nicht gehört hat den schicke ich an dieser Stelle nochmal zurück.
00:00:51: schaut euch die gerne mal an.
00:00:53: Und nach dieser Folge ist mir dann auch eine Frage nicht mehr aus dem Kopf gegangen nämlich die frage warum uns das gefährliche eigentlich überhaupt so anzieht.
00:01:03: Und ja auch ich gehöre zu diesen Menschen, die Nervenkitze mögen.
00:01:08: In diesen Momenten fühle ich mich ganz besonders debendig.
00:01:12: Eine der Antworten auf diese Frage könnt ihr schon in der letzten Folge hören.
00:01:17: Frauen, die sich von Insassen angezogen fühlen, spüren die Gefahr ist nahe aber sie kann mir nicht wirklich was tun.
00:01:26: es sind nämlich nur Gitter zwischen ihnen und den Insassen sondern oft viele Kilometer.
00:01:32: Meistens findet Austausch nur über Briefe statt und der Mann wird streng überwacht.
00:01:38: Und die meisten treffen sich niemals persönlich, also eine Art Gefahr mit Sicherheitsnetz.
00:01:44: Bei einem Horrorfilm macht unser Körper eigentlich fast genau dasselbe wie bei einer echten Gefahr.
00:01:50: Das Herz beginnt zu rasen Die Muskeln spannen sich an das Adrenalin schießt in den Körper.
00:01:56: Es gibt einen Arzt, er hat mir in einer Ausbildung mal einen tollen Satz gesagt der ganz genau erklärt, warum das so ist.
00:02:04: Dieser Satz, der lautet unser Gehirn ist ein Haus ohne Fenster Es sitzt im Dunkeln in unserem Kopf und es bekommt alle Signale nur über unsere Sinne mit.
00:02:16: Und dann reagieren viele Bereiche im Gehirnsignal völlig egal ob dieses Signal jetzt echt ist oder ob wir's uns vorgestellt haben.
00:02:27: Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn wir an eine Zitrone denken und zwar total intensiv.
00:02:32: Vielleicht ist es euch auch schon mal passiert dass euch dann der Saft im Mund zusammen gelaufen ist?
00:02:38: Unser Verstand weiß natürlich gerade das da gar keine echte Zitronen ist.
00:02:42: aber unser Körper der reagiert trotzdem!
00:02:45: Und genau dieses gleiche Prinzip nutze ich auch in der Hypnose.
00:02:51: In Dänemark gibt's ein Forschungslabor das sich tatsächlich nur mit Angst beschäftigt Mit Angst, die wir freiwillig erleben.
00:02:59: Das Recreational Fear Lab in Ahus.
00:03:02: Dort werden Leute mit Pulsmessern ausgestattet und dann durch ein Gruselhaus geschickt.
00:03:07: Und hinterher wurden diese Leute gefragt, wie viel Spaß sie dabei hatten?
00:03:12: Und das Ergebnis dieser Studie hat gezeigt, dass es einen Sweetspot für Angst gibt.
00:03:18: Zu wenig Angst ist langweilig, zuviel Angst verstört uns aber irgendwo dazwischen liegt... genau der richtige Punkt.
00:03:27: Bei diesem Sweetspot da gibt's natürlich immer wieder Ausreißer nach oben oder unten, aber im Großen und Ganzen kann man sagen das es bei den meisten Menschen ähnlich ist!
00:03:37: Die amerikanische Soziologin Margie Care konnte dann messen dass die Leute aus so einem Groselhaus mit besserer Laune wieder rausgekommen sind als sie vorher reingegangen sind.
00:03:49: Wenn unser Gehirn also einmal gelernt hat, dass wir uns nach Angst besser fühlen möchte es dieses Gefühl einfach immer wieder haben.
00:03:59: Jetzt wo wir also wissen das ist ein Sicherheitsnetz gibt und einen Sweetspot für Angst frage ich mich aber immer noch warum dann ausgerechnet das düstere?
00:04:10: Wir könnten ja eigentlich auch einfach in eine Achterbahn reinsteigen.
00:04:14: fahren Adrenalin zack und gut ist.
00:04:18: Warum müssen es Serienmörder, Gewalt-, Geister- oder Dämonen sein?
00:04:23: Es gibt einen Forscher.
00:04:24: Der heißt Colton Scrivener und er hat dafür extra einen Fragebogen entwickelt.
00:04:30: Das ist eine Skala für morbide Neugier Und das funktioniert so.
00:04:36: Ihr bekommt verschiedene Aussagen und kreuzt an wie sehr die auf euch zutreffen Und diese Aussagen sind in vier Bereiche aufgeteilt.
00:04:45: Im ersten geht es darum Wie gefährliche Menschen ticken.
00:04:49: Im Zweiten geht es um Gewalt zwischen Menschen, im Dritten was mit dem Körper passieren kann – also Verletzungen und Verstümmelungen.
00:04:59: Und im Vierten geht's um das Paranormale.
00:05:02: Am Ende sieht man nicht nur wie Morbide neugierig jemand insgesamt so ist sondern man sieht auch wo genau seine Neugier liegt in welcher Spate.
00:05:11: Laut diesem Forscher ist die Neugie nach den Morbiden völlig normal.
00:05:15: Die meisten von uns haben sie in irgendeiner Form.
00:05:18: Nach der Corona-Zeit hat man sich gefragt, warum manche Menschen stabiler waren während andere zunehmend psychische Probleme bekommen haben und hat dann herausgefunden, dass die stabileren Menschen vorher gerne Horrorfilme geschaut haben.
00:05:32: Und die anderen wiederum eher nicht?
00:05:35: Naja für mich ist das kein Beweis!
00:05:36: Man hätte auch fragen können ob die einen lieber Ipfel oder Bananen gegessen haben, hat man aber nicht gemacht.
00:05:42: Und vielleicht ist es einfach andersrum... Menschen, die sowieso schon psychisch stabiler waren, die schauen vielleicht einfach allgemein gerne eher Horrorfilme als die anderen.
00:05:53: Die Forschung hat angenommen dass die Menschen mit den Horrorfilmen eine Art Probehandeln ausführen so wie Tierkinder das machen, die im Spiel den Kampf für den Ernstfall üben ohne aber in einer echten Gefahr zu stecken.
00:06:07: und genau so sollen wir wohl mit Horror oder True Crime den Umgang mit Gefahr quasi schon üben.
00:06:16: Ich höre True Crime gerne, weil ich einfach total daran interessiert bin wie Menschen ticken.
00:06:22: Ja die Morde begehen!
00:06:23: Wie ist diese Seite in ihnen überhaupt entstanden und warum?
00:06:27: Das ist das was mich daran wirklich interessiert.
00:06:31: Und was auch so spannend finde – das können auf der einen Seite liebevolle Familienmenschen sein aber sie haben gleichzeitig eine gewalttätige Seite.
00:06:42: Und diese Kluft dazwischen, die erscheint mir einfach so tief, dass ich mich manchmal einfach frage.
00:06:47: Wie kann das sein?
00:06:48: Denn ich selbst ... Ich kann mich in diese Gewaltfantasien gar nicht richtig einfühlen!
00:06:53: Ich hab noch nie jemanden den Tod gewünscht und ich wollte auch noch niemanden wirklich verletzen.
00:06:58: Natürlich habe ich auch mal Rache Gedanken ganz klar aber sie sehen bei mir ganz anders aus.
00:07:03: Die drehen sich eher darum, dass die andere Person zial absteigt oder bloßgestellt oder ausgegrenzt wird und das ist auch keine schöne Seite, brauchen wir gar nicht drüber reden.
00:07:14: Aber es ist eben die, die ich habe!
00:07:17: Und deshalb versuche ich dann immer zu verstehen wie diese Menschen ticken und was bei ihnen schief gelaufen ist.
00:07:22: Warum hört ihr True Crime?
00:07:24: Schreibt's mir in die Kommentare – Ich bin neugierig auf eure Antworten.
00:07:28: Und dann gibt es noch meinen Lieblingsbereich, meinen absoluten Lieblungsbereich der Bereich des Paranormalen und des Unheimlichen.
00:07:37: Und obwohl ich aus der Schulmedizin komme, mit Psychologiearbeiter liebe ich diesen Bereich!
00:07:45: Hier habe ich mich gefragt warum fühlen sich so viele Menschen von dem Paranormalen überhaupt angezogen?
00:07:52: Der Evolutionsmediziner Randolf Nesse würde sagen das liegt an dem Rauchmelder-Prinzip und dieses Prinzip ist eigentlich ziemlich einfach Lieber hundertmal beim Fehlalarm weglaufen, als einmal den echten Brand verpassen.
00:08:10: Man nennt das auch hyperaktive Agentenerkennung.
00:08:14: Das kommt aus der Zeit, als es noch wichtig war zu rennen wenn es im Gebüsch geraschelt hat.
00:08:20: Denn lieber einmal zu viel Weckerrand Wenn es nur der Wind war Als einmal zu wenig, wenn es sehr bezentiger war.
00:08:27: Und das wird als Grund genannt, warum wir Menschen oft ein komisches Gefühl bekommen wenn wir zum Beispiel allein in der Dunkelheit stehen oder in einem großen Haus alleine sind.
00:08:38: Es knackt vielleicht irgendwo nelke!
00:08:41: Dann gab es dann noch einen Ingenieur namens Vic Tandy – er dachte dass es in seinem Labor in England spuckt.
00:08:50: Er hatte eines Abends nämlich plötzlich ein beklemmendes Gefühl und er begann zu schwitzen.
00:08:55: Und dann sah er aus dem Augenwinkel eine graue Gestalt, aber als er sich dann nach dieser Gestalt umdrehte war da nichts!
00:09:03: Eines Tages das spannte Tandy seinen Degen in einen Schraubstock – denn er war auch Hobby-Fächter – und plötzlich bemerkte er dass die Klinge des Degens anfing zu vibrieren….
00:09:15: Erst kam ihm das seltsam vor, aber nach einer kurzen Suche ist er dahintergekommen, dass ein laufender Ventilator diesen Degen zum Schwingen gebracht hatte.
00:09:26: Er zog dann sofort eine Parallele und stellte die These auf, daß der Infraschall des Ventilators nämlich genau in Neunzehn Herz vielleicht auch den Augapfel des Menschen zu schwingen bringen könnte.
00:09:38: Und wenn wir Menschen Dinge wahrnehmen, die wir nicht erklären können, dann neigen wir dazu Gesichter und Formen darin zu erkennen.
00:09:46: Dafür gibt es auch einen Begriff nämlich den der Pareidoli – das Impfraschall den Augapfel zum Vibrieren bringen kann!
00:09:54: Das kann ich mir durchaus vorstellen.
00:09:57: aber dass dieser Impfraschal uns eine Gestalt sehen lässt… das glaube ich persönlich
00:10:03: nicht.".
00:10:04: Ob das stimmt oder nicht, ist bis heute nicht geklärt.
00:10:07: Das sind alles nur Theorien und Thesen aber für mich ist es eher ausgeschlossen.
00:10:11: Ihr dürft gern was anderes denken – es ist völlig in Ordnung!
00:10:15: Die Studienlage dazu ist nämlich ziemlich dünn und die Effekte sind auch sehr klein.
00:10:20: Aber es zeigt zumindest wie unser Körper vielleicht schon auf Dinge reagiert, die wir bewusst noch gar nicht wahrgenommen haben.
00:10:29: Es gibt Forschungen dazu Infraschall zur Kriegsführung zu benutzen, aber man hat herausgefunden dass es einfach sehr schwierig ist diesen Infraschmal so zu bündeln das er wirklich Effekte erzielt und deshalb soll das verworfen worden sein.
00:10:45: Diese Themen über das Unfassbare, über das Ungreifbare lassen Menschen scheinbar einfach nicht los.
00:10:52: Manche Menschen so sehr, dass sie ihr ganzes Leben diesen Themen widmen.
00:10:58: Ich selbst habe unzählige Jahre damit verbracht, mich mit solchen Themen zu beschäftigen und hab versucht rauszufinden ob sie wirklich existieren oder ob wir sie uns einfach nur wünschen.
00:11:10: Selbst Houdini hat an das Übernatürliche geglaubt denn nach dem Tod seiner Mutter hatte er über ein Medium versucht mit ihr in Kontakt zu treten.
00:11:20: aber was er gefunden hat waren leider immer wieder Tricks.
00:11:26: Er konnte diese Tricks entlarven, weil genau das ja sein Beruf war.
00:11:30: Letztendlich hat er das dann zu seiner Lebensaufgabe gemacht.
00:11:34: Er hat immer wieder Medien entlarvt und mit Medien meine ich jetzt nicht Fernseh oder Radio sondern ich meine Menschen die behaupten mit Verstorbenen in Kontakt treten zu
00:11:44: können.".
00:11:46: Aber er hat seinen Glauben an das Übernatürliche und den Spiritismus nie wirklich komplett aufgegeben, denn er hat mit seiner Frau Bess einen Pakt geschlossen, indem sie sich versprochen haben dass der, der als erstes stirbt dem anderen eine Botschaft senden wird.
00:12:04: Und diese Botschaft die beinhaltete ein Code Wort, das nur diese beiden Menschen kannten!
00:12:12: Als Houdini dann im Jahre nineteenhundertzechsundzwanzig an Halloween starb, gab es danach tatsächlich ein Medium das Bess, dass richtige Codewort übermitteln konnte.
00:12:24: Bess besuchte noch zehn weitere Jahre immer an Halloween Seoncen um mit Houdinie in Kontakt zu treten irgendwie traurig und romantisch zugleich.
00:12:40: was mich am unheimlichen fasziniert ist dass da eine Welt ist, die wir nur für uns selbst erkunden können.
00:12:49: Das kann keiner für uns machen!
00:12:51: Natürlich gibt es Bücher darüber und sogar Menschen, die das auch erforschen aber gesicherte Fakten – die gibt's nicht.
00:12:59: Und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Welt existiert, denn ich hab' auch schon viele Dinge erlebt, die für mich einfach nicht erklärbar
00:13:05: sind.".
00:13:06: Was genau da ist, das weiß ich nicht.
00:13:08: Aber ich persönlich glaube, dass es eine Art andere Ebene oder Dimension gibt die zeitgleich mit unserer existiert, die wir aber nicht wahrnehmen können.
00:13:18: Denn mit unseren Sinnen nehmen wir ja längst nicht alles wahr was tatsächlich auch da ist.
00:13:23: Es gibt Tiere, die sehen mehr hören mehr riechen mehr als wir und wir wiederum nehmen mehr wahr als andere Lebewesen.
00:13:32: Manche Zugvögel können sogar das Magnetfeld der Erde spüren.
00:13:36: Fischschwärme bewegen sich als ein ganzes!
00:13:40: Und weil ich aus der Schulmedizin komme, liegt es ja nahe dass ich jetzt mit genau diesem Beispiel komme.
00:13:46: Röntgenstrahlen und Magnetfelder wie im Kernspinnen die können wir auch nicht spülen oder sehen aber trotzdem sind sie ja da.
00:13:53: Wir können sie messen und Sie können sogar unsere Zellen verändern.
00:13:58: diese Strahlen und Felder die gab es schon immer Aber jahrhundertelang haben wir es einfach nicht gewusst, weil es kein Gerät gab um die zu messen.
00:14:08: Heute gibt es diese Geräte aber und wir nutzen sie sogar für uns!
00:14:13: Und deshalb kann ich mir auch vorstellen dass es Wesen gibt, die genau in dieser Ebene zu Hause sind, die wir einfach noch nicht wahrnehmen können, noch nicht messen können.
00:14:23: Der weiß vielleicht ist das ja irgendwann so weit?
00:14:26: Dass es auch für diese Ebene Messgeräte.
00:14:29: Bis dahin sage ich ganz ehrlich, ich weiß es nicht.
00:14:34: Und genau das ist das Faszinierende daran!
00:14:42: Wenn ihr jetzt mal all diese Dinge nebeneinander legt – den Horrorfilm, den Serienmörder, Das Dunkle Haus und Houdini dann fällt euch vielleicht auf dass es da einen roten Faden gibt.
00:14:55: Und dieser rote Faden der heißt Ungewissheit.
00:14:59: Der Horror-Outdoor HP Lovecraft hat schon nineteenhundertzehnundzwanzig geschrieben, die älteste und stärkste Angst des Menschen ist die Angst vor dem Unbekannten.
00:15:10: Und das Gehirn liebt dieses Nichtwissen auf eine ganz eigene Art!
00:15:15: Der Neurowissenschaftler Wolfram Schulz hat mit Kollegen bei Affen gemessen, wann die Dopaminneuronen am stärksten feuern.
00:15:23: Und das ist nicht dann wenn die Belohnung sicher ist sondern dass es dann wenn sie genau fünftig zu fünfzig steht Das Gehirn belohnt also auch schon die Möglichkeit einer Belohnungen ähnlich wie beim Roulette spielen.
00:15:35: So ist das übrigens auch beim Hundetraining.
00:15:37: Wenn ein Hund einen Befehl einmal gelernt hat, dann bekommt er irgendwann nicht mehr jedes Mal ein Leckerli.
00:15:44: Manchmal bekommt er eins, manchmal bekommt er keins und genau dann führt er den Befeil aber oft umso zuverlässiger aus weil er nie genau weiß wann er jetzt im Roulette gewinnt und wann nicht!
00:15:58: Vielleicht lieben wir gar nicht die Angst.
00:16:01: vielleicht lieben mir das Gefühl lebendig zu sein So wie ich, wenn ich eine Kurve mit steiler Seitenlage auf dem Motorrad fahre oder der Fallschirmspringer.
00:16:12: Wenn er an der Kante ins Nichts steht dieses Kribbeln, dieses Adrenalin, dieses Völlige im Moment sein Dieses Gefühl das für ein paar Sekunden nichts anderes existiert.
00:16:29: Vielleicht ist genau das der Grund warum wir manchmal freiwillig Dinge tun die uns eigentlich Angst machen sollten.
00:16:37: Das ist nur eine Hypothese, aber vielleicht fehlt vielen in der heutigen Zeit einfach der echte Nervenkitzel!
00:16:46: Was denkt ihr?
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00:16:55: Das kostet euch keinen Cent, sondern nur einen kurzen Klick und für mich bedeutet es dass ich mehr Menschen ausgespielt werde und mich weiter mit solchen Themen für euch beschäftigen kann!
00:17:07: Und wenn ihr mehr über mich wissen wollt dann findet ihr mich auf Instagram oder auch gerne auf meiner Webseite.
00:17:13: Alle Infos dazu findet ihr in den Shownotes.
00:17:17: Bis zum nächsten Mal bei Unter der Oberfläche.
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